NRW-Reform: Bürgergeld wird zur Grundsicherung – mit strengeren Regeln für fast 2 Millionen Menschen
Edmund HeckerFast jeder Zehnte in NRW bekommt Mindestsicherung - NRW-Reform: Bürgergeld wird zur Grundsicherung – mit strengeren Regeln für fast 2 Millionen Menschen
Fast 2 Millionen Menschen in Nordrhein-Westfalen bezogen Ende 2024 Grundsicherungsleistungen – das entspricht etwa jedem neunten Einwohner, wie aktuelle Daten zeigen. Die von der Regierung geplanten Reformen des Systems bringen strengere Regeln und einen neuen Namen für das Bürgergeld mit sich.
Die Leistungen umfassen Arbeitslosengeld, Grundsicherung im Alter, Hilfe bei Erwerbsminderung sowie Unterstützung für Asylsuchende. Über 1,55 Millionen Personen erhielten Bürgergeld, rund 321.000 bezogen Grundsicherung im Alter. Gleichzeitig sank die Zahl der Empfänger von Asylbewerberleistungen um 15.100 auf 88.555.
Die regionalen Unterschiede bei den Bezugsquoten sind deutlich: Gelsenkirchen im Rheinland verzeichnete mit 21,7 Prozent den höchsten Anteil. Dagegen lag Raesfeld im Kreis Borken mit nur 3,7 Prozent der unterstützten Einwohner am unteren Ende der Skala.
Die schwarz-rote Koalition treibt die Reform des Bürgergelds voran, das künftig als Grundsicherung bezeichnet wird. Im neuen System drohen den Leistungsbeziehern schärfere Mitwirkungspflichten und härtere Sanktionen bei Verstößen. Die Änderungen zielen darauf ab, die Grundsicherung im gesamten Bundesland neu auszurichten. Mit fast 11 Prozent der Bevölkerung, die betroffen sind, werden die Reformen einen erheblichen Teil der nordrhein-westfälischen Einwohner erreichen. Die verschärften Auflagen sollen in den kommenden Monaten in Kraft treten.






