Neuer Hochschulseelsorger in Köln will Studierende in Krisenzeiten begleiten
Lia RömerNeuer Hochschulseelsorger in Köln will Studierende in Krisenzeiten begleiten
Thorben Pollmann hat ein neues Amt als Hochschulseelsorger in Köln übernommen. Er tritt seine Stelle in einer Zeit an, in der Studierende mit wachsenden Herausforderungen konfrontiert sind – von Wohnungsnot bis hin zu den Belastungen des modernen Lebens. Für Pollmann bedeutet dieser Neuanfang sowohl Begeisterung als auch ein tiefes Verantwortungsgefühl.
Pollmanns erstes Anliegen ist der Kontakt zur Studierendenschaft. Geplant ist, jeden Dienstag um 12:15 Uhr in der Katholischen Hochschulgemeinde eine Heilige Messe zu feiern. Doch sein Engagement geht über religiöse Angebote hinaus: Er möchte im Alltag der Studierenden präsent sein und in allen Lebensbereichen Unterstützung bieten – sei es persönlich, akademisch oder emotional.
Die vor ihm liegenden Aufgaben sind gewaltig. Über 2.500 Studierende stehen in Köln auf der Warteliste für einen Platz im Wohnheim, einige drohen sogar obdachlos zu werden. Steigende Mieten und der begrenzte Wohnraum verschärfen die Situation. Gleichzeitig kämpfen viele junge Menschen mit Einsamkeit, die durch übergeordnete Sorgen wie die Klimakrise und wirtschaftliche Unsicherheit noch verstärkt wird.
Pollmann hat deutlich gemacht, dass er diese Probleme aus erster Hand verstehen will. Er freut sich darauf, Studierende kennenzulernen, ihren Anliegen zuzuhören und dort zu helfen, wo es möglich ist. Sein Ansatz verbindet praktische Unterstützung mit der Bereitschaft, sich den Realitäten des heutigen Studierendenlebens zu stellen.
Pollmanns Amtsantritt fällt in eine Zeit, in der Studierende ein schwieriges Umfeld bewältigen müssen. Wohnungsmangel, finanzielle Belastungen und soziale Isolation prägen ihren Alltag. Seine Aufgabe wird es sein, sowohl spirituelle Orientierung als auch konkrete Alltagshilfe für diejenigen anzubieten, die sie am dringendsten benötigen.






