Münster-Mitte: Bürgerinitiative stoppt Straßen-Umbenennung mit 6.000 Unterschriften
Edmund HeckerMünster-Mitte: Bürgerinitiative stoppt Straßen-Umbenennung mit 6.000 Unterschriften
Eine Bürgerinitiative in Münster-Mitte hat erfolgreich genug Unterstützung mobilisiert, um die Umbenennung von fünf örtlichen Straßen anzufechten. Die Gruppe sammelte über 6.000 Unterschriften und erreichte damit die gesetzlich vorgeschriebene Hürde, um eine Überprüfung des Beschlusses des Bezirksrates zu erzwingen.
Im Mittelpunkt der Debatte stehen die Skagerrakstraße, die Admiral-Scheer-Straße, die Admiral-Spee-Straße, die Otto-Weddigen-Straße und die Langemarckstraße. Die Kampagne für die Beibehaltung der aktuellen Straßennamen begann, nachdem der Bezirksrat Änderungen im Rahmen neuer städtischer Richtlinien vorgeschlagen hatte. Diese Regeln, die im September 2024 verabschiedet wurden, sehen eine Überprüfung aller zwischen 1933 und 1945 vergebenen Straßennamen vor. Das Verfahren läuft seit 2020 und umfasst parteiübergreifende Entscheidungen zu öffentlichen Ehrungen.
Die Anwohner reichten 6.071 gültige Unterschriften ein – deutlich mehr als die geforderten fünf Prozent in Gebieten mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern. Der Bezirksrat muss nun am 11. November entscheiden, ob er die Petition annimmt oder eine öffentliche Abstimmung einleitet.
Hält der Rat an seinem ursprünglichen Umbenennungsplan fest, kommt es zu einem Bürgerentscheid. Damit die Straßen ihre Namen behalten, müsste dann eine Mehrheit der Wähler für die Beibehaltung stimmen, und mindestens zehn Prozent der Bezirksbevölkerung müssten das Vorhaben unterstützen. Der nächste Schritt hängt von der Sitzung des Bezirksrates im November ab. Sollte die Petition die Verantwortlichen nicht überzeugen, haben die Bewohner von Münster-Mitte das letzte Wort in einem verbindlichen Bürgerentscheid.
Das Ergebnis wird entscheiden, ob die fünf umstrittenen Straßen ihren bisherigen Namen behalten oder gemäß den aktualisierten Gedenkrichtlinien der Stadt umbenannt werden.






