Mönchengladbach erhält 149 Millionen Euro für marode Infrastruktur und Bildung
Lia RömerMönchengladbach erhält 149 Millionen Euro für marode Infrastruktur und Bildung
Mönchengladbach wird in den nächsten zwölf Jahren voraussichtlich rund 149 Millionen Euro aus einem großen Landesinvestitionsprogramm erhalten. Die Mittel sollen langjährige Defizite in der öffentlichen Infrastruktur beheben, die nach Jahrzehnten der Unterfinanzierung entstanden sind. Oberbürgermeister Felix Heinrichs betonte zwar die dringende Notwendigkeit dieser Investitionen, äußerte jedoch auch Bedenken hinsichtlich möglicher bürokratischer Hürden.
Das zwölftjährige Investitionsprogramm der Landesregierung umfasst insgesamt 31,2 Milliarden Euro, wobei 21,1 Milliarden aus dem Bundes-Sondervermögen "Infrastruktur und Klimaneutralität" stammen. Davon fließen zehn Milliarden Euro direkt an die Kommunen – die Hälfte ist für Bildungsinfrastruktur vorgesehen, 20 Prozent für energetische Sanierungen und Klimaschutzmaßnahmen.
Die Stadtspitze Mönchengladbachs plant, die Mittel vorrangig in die Bereiche Bildung, Kinderbetreuung, Verkehr und Zivilschutz zu investieren. Stadtdirektor und Kämmerer Michael Heck wird dem Stadtrat im Dezember einen detaillierten Finanzbericht zum Programm vorlegen. Er begrüßte zwar die neuen Gelder, wies aber auf die Bedeutung einer verantwortungsvollen Verwendung hin – insbesondere angesichts der Abhängigkeit von Krediten.
Oberbürgermeister Heinrichs warnte, dass der Förderansatz des Landes eher zusätzliche Bürokratie schaffen als die lokalen Bedürfnisse vollständig decken könnte. Kommunen in Nordrhein-Westfalen tragen in der Regel fast 80 Prozent der Infrastrukturkosten selbst, was den Druck erhöht, die Mittel effizient einzusetzen.
Nun muss die Stadt prüfen, wie die 149 Millionen Euro so verteilt werden können, dass sie den Bürgerinnen und Bürgern langfristig zugutekommen. Die Verantwortlichen betonten, wie wichtig eine sorgfältige Planung sei, um akute Bedarfe mit nachhaltiger Entwicklung in Einklang zu bringen. Die ersten konkreten Vorschläge werden im Dezember vom Rat beraten.






