14 April 2026, 10:23

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Moderatorin TV-Barrieren

Ein Mann im Rollstuhl in Anzug und Krawatte von Reportern mit Kameras und Mikrofonen umgeben, mit einem Banner und einer Tür im Hintergrund.

Mirjam Kottmann bricht als erste Rollstuhl-Moderatorin TV-Barrieren

Mirjam Kottmann hat Geschichte geschrieben: Als erste Nachrichtenmoderatorin im Rollstuhl ist sie im deutschen Fernsehen auf nationaler Ebene zu sehen. Seit Februar 2022 präsentiert sie die Nachrichten bei BR24, dem Nachrichtenangebot des Bayerischen Rundfunks, und setzt damit neue Maßstäbe für Medienrepräsentation. Sowohl Zuschauer als auch Kollegen loben ihre professionelle und zugleich herzliche Art vor der Kamera.

Kottmanns Weg beim Bayerischen Rundfunk begann bereits 1997, als sie zur Redaktion der Rundschau stieß – dem Vorgängerformat von BR24. Über die Jahre arbeitete sie zunächst hinter den Kulissen, bevor sie ins Rampenlicht trat. Im Herbst 2023 bewarb sie sich für eine Moderationsrolle und durchlief eine erfolgreiche Probezeit, in der sie das Publikum mit ihrer angenehmen Stimme und souveränen Präsentation überzeugte.

Ihre feste Anstellung erhielt sie als Moderatorin der Nachrichten um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr. Kottmann lebt mit Multipler Sklerose und nutzt seit zwölf Jahren einen Rollstuhl. Neben ihrer Tätigkeit als Nachrichtensprecherin setzt sie sich aktiv für mehr Vielfalt in den Medien ein und fordert eine inklusivere Repräsentation.

Seit ihrem Debüt erreichen sie zahlreiche Zuschriften mit Unterstützungsbekundungen, die betonen, wie wichtig ihre Sichtbarkeit ist. Ihre Präsenz auf dem Bildschirm macht sie zur Identifikationsfigur für Menschen mit körperlichen Behinderungen und zeigt, dass beruflicher Erfolg nicht von Mobilität abhängt.

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Kottmanns Arbeit bei BR24 markiert einen bedeutenden Wandel im deutschen Fernsehen, wo Moderatorinnen und Moderatoren im Rollstuhl bisher kaum vertreten waren. Ihre regelmäßigen Auftritte in den Nachrichten um 16:00 Uhr und 18:30 Uhr tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen. Die positive Resonanz des Publikums unterstreicht den Wunsch nach mehr Diversität in den Medien.

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