Millionenraub in Gelsenkirchen: Professionelle Diebe plündern 3.000 Bankfächer mit Gold und Bargeld
Edmund HeckerPolizeipräsident: Gelsenkirchener Fall kein 'Ocean's Eleven' - Millionenraub in Gelsenkirchen: Professionelle Diebe plündern 3.000 Bankfächer mit Gold und Bargeld
Ein spektakulärer Bankraub im Millionenbereich in Gelsenkirchen-Buer hält die Polizei in Atem – es handelt sich um einen der größten Coups der letzten Jahre. Die Täter drangen Ende Dezember in den Tresorraum der Sparkasse ein und stahlen Gold, Bargeld sowie Wertgegenstände aus über 3.000 Schließfächern. Die Ermittler gehen mittlerweile von einem professionell organisierten kriminellen Netzwerk als Drahtzieher aus.
Die Einbrecher bohrten sich in den Banktresor vor und brachen anschließend mehr als 3.000 Schließfächer auf. Mit Millionenwert an Gold, Bargeld und anderen Hochwertgütern konnten sie entkommen. Polizepräsident Tim Frommeyer bezeichnete die Täter als "abgehärtete Kriminelle", die "enormen Schaden" angerichtet hätten.
Frommeyer wies Vergleiche mit dem Hollywood-Film Ocean's Eleven zurück und betonte die reale Brutalität der Tat. Der Umfang der Operation deute auf eine große Gruppe von Komplizen hin, sagte er. Je mehr Personen involviert seien, desto höher sei auch die Wahrscheinlichkeit, dass Fehler passieren – und diese könnten den Ermittlern in die Hände spielen.
Aktuell werten die Beamten rund 500.000 Beweisstücke aus. Spezialeinheiten und verstärkte Polizeikräfte arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung. Frommeyer zeigte sich zuversichtlich, dass die schiere Menge an forensischen Spuren dazu beitragen werde, die Verantwortlichen zu überführen.
Der Raub hat tausende Opfer zurückgelassen und Existenzgrundlagen zerstört. Die Polizei analysiert weiterhin akribisch die Beweislage und konzentriert sich auf das komplexe Geflecht der Verdächtigen. Die Behörden bleiben entschlossen, die Drahtzieher des Coups vor Gericht zu bringen.
Fortschritt der Untersuchung und Kundenrückschlag
Die Behörden berichten von über 600 Spuren in der Untersuchung des Bankraubs in Gelsenkirchen, was die anfangs genannten 500.000 Beweisstücke übertrifft. Der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse, Michael Klotz, bestätigte, dass 140 Kunden unberührte Safe-Fächer haben und bald wieder Zugriff erhalten werden. Betroffene Kunden kritisierten die Bank für die verzögerte Kommunikation, wobei einer fragte: Wo waren Sie bis jetzt? Klotz erklärte, dass die Menschenmenge nach dem Raub die verzögerte direkte Kontaktaufnahme erforderlich machte.






