10 June 2026, 02:17

Lia Rodrigues erhält Katholischen Kunstpreis für revolutionären Tanz als Widerstand

Solingen: "Wiederbelebung des Tanzes im kirchlichen Kontext"

Lia Rodrigues erhält Katholischen Kunstpreis für revolutionären Tanz als Widerstand

Die brasilianische Choreografin Lia Rodrigues ist mit dem Katholischen Kunst- und Kulturpreis Deutschland ausgezeichnet worden, der mit 25.000 Euro dotiert ist. Die feierliche Verleihung fand am 28. September 2021 in der Pina-Bausch-Halle in Solingen statt. Rodrigues ist die zehnte Künstlerin, die seit der Einführung des Preises im Jahr 1990 diese Ehre erhält.

Der Preis würdigt Rodrigues’ bahnbrechendes Schaffen im Tanztheater, das tief in der Solidarität mit marginalisierten Gemeinschaften verwurzelt ist. Die Jury unter Leitung von Gabriele Brandstetter hob besonders hervor, wie ihre Kunst Rassismus und Ausgrenzung herausfordert. Auf Rodrigues’ Wunsch hin trug Ruth Amarante während der Veranstaltung eine „getanzte Laudatio“ vor.

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Rodrigues verlegte ihre Tanzcompagnie in eine Favela in Rio de Janeiro – ein Schritt, der von Peter Limbourg für seine gesellschaftliche Wirkung gelobt wurde. Bischof Dr. Georg Bätzing würdigte ihren Mut, Tanz als Form des Widerstands einzusetzen. Prof. Dr. Thomas Sternberg betonte zudem ihre Bescheidenheit und ihren Appell an die katholische Kirche, eine „zuhörende“ Rolle einzunehmen.

In ihrer Dankesrede äußerte Rodrigues Dankbarkeit und den Wunsch, die Zukunft der Kunst in der Menschheitsgeschichte mitzugestalten.

Die Preisverleihung feierte Rodrigues’ künstlerische Vision und ihr Engagement. Die mit 25.000 Euro dotierte Auszeichnung unterstreicht die wachsende Anerkennung von Tanz als Kraft für gesellschaftlichen Wandel. Die Veranstaltung markierte zugleich die Fortführung des Katholischen Kunst- und Kulturpreises Deutschland, der alle zwei bis vier Jahre verliehen wird.

Quelle