La Scala erhöht Ticketpreise – Proteste bei Verdi-Premiere in Mailand
Preiserhöhungen an der Mailänder Scala – erstmals seit zehn Jahren
Die Ticketpreise im Opernhaus La Scala in Mailand sind erstmals seit einem Jahrzehnt gestiegen. Betroffen sind zwar nur wenige Plätze, doch bei manchen stiegen die Kosten um über 30 Prozent – was vor allem Stammgäste in den oberen Rängen verärgert.
Die Anpassungen betreffen 36 begehrte Sitze, deren Abo-Preise von 800 auf 1.050 Euro steigen. Bei den meisten Tickets fällt die Erhöhung jedoch moderat aus: Plätze in der Galerie kosten in der Spielzeit 2025–26 noch 45,56 Euro, im Folgejahr dann 46,94 Euro – ein Plus von durchschnittlich 1,48 Euro. Das Theater, bereits jetzt das teuerste Europas nach den Salzburger Festspielen, begründet die Maßnahme mit finanziellen Zwängen, darunter anstehende Tarifverhandlungen und die Verlegung von Werkstätten.
Bei der Premiere von Verdis Carmen kam es zu Protesten: Empörte Zuschauer in den oberen Rängen warfen Flugblätter in den Saal, in denen sie die Preiserhöhungen scharf verurteilten. Trotz der Kritik hält die Leitung die Reaktion für übertrieben, da nur ein Bruchteil der Plätze betroffen sei. Intendant Fortunato Ortombina versicherte zudem, dass es während seiner Amtszeit keine weiteren Erhöhungen geben werde.
Die Preisanpassungen sind die ersten seit zehn Jahren an der Scala. Zwar arbeitet das Haus mit Überschuss, doch die Änderungen spiegeln steigende Betriebskosten wider. Die Entscheidung stößt auf heftigen Widerstand, doch die Verantwortlichen betonen, die Auswirkungen blieben begrenzt.






