Kölner Zoll knackt 2024 die Fünf-Milliarden-Marke – mit Drogenrekorden und Schwarzarbeitsjagd
Edmund HeckerKölner Zoll knackt 2024 die Fünf-Milliarden-Marke – mit Drogenrekorden und Schwarzarbeitsjagd
Hauptzollamt Köln legt Jahresbilanz 2024 vor: Rekordumsätze, Drogenfunde und Bekämpfung von Schwarzarbeit
Das Hauptzollamt Köln, das zugleich das größte Ausbildungszentrum für den deutschen Zoll darstellt, hat seine Jahresstatistik für 2024 veröffentlicht – ein Jahr mit intensiven Kontrollen, hohen Einnahmen und bedeutenden Erfolgen im Kampf gegen illegale Geschäfte. Die Behörde verzeichnete einen Gesamtumsatz von fast fünf Milliarden Euro. Zudem spielten ihre Teams eine zentrale Rolle bei der Beschlagnahmung illegaler Waren und der Aufdeckung nicht angemeldeter Beschäftigung in der Region.
Besonders erfolgreich waren die Kölner Zollbeamten und ihre Kollegen im Umland bei der Drogenbekämpfung: Im vergangenen Jahr beschlagnahmten sie fast die Hälfte des in Deutschland sichergestellten Crystal Meth sowie knapp ein Drittel des Haschischs und etwa ein Drittel des Marihuanas, das in der bundesweiten Statistik erfasst wurde. Darüber hinaus zogen sie über 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten sowie Waren im Wert von rund 22 Millionen Euro aus dem Verkehr.
Die Behörde bearbeitete 10,5 Millionen Zollerklärungen – eine leichte Steigerung gegenüber dem Vorjahr. Die Einnahmen speisten sich aus verschiedenen Quellen, wobei die Einfuhrumsatzsteuer mit rund vier Milliarden Euro den größten Anteil ausmachte. Hinzu kamen 577 Millionen Euro aus Verbrauch- und Verkehrsteuern.
Im Kampf gegen Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung führte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit im Jahr 2024 bei über 800 Arbeitgebern Kontrollen durch. Dabei leitete sie mehr als 5.000 Ermittlungsverfahren ein und deckte Betrugsfälle auf, die dem Sozialversicherungssystem Schäden von über 40 Millionen Euro zufügten.
Das Hauptzollamt Köln bleibt eine der wichtigsten Säulen des deutschen Zollwesens. Die Bilanz 2024 zeigt: Die Behörde sicherte beträchtliche Staatseinnahmen, unterband illegale Handelsströme und enthüllte flächendeckenden Betrug. Gleichzeitig festigt sie ihre Rolle als Ausbildungszentrum – aktuell bereiten sich 385 Auszubildende auf eine Karriere im Zolldienst vor.
