18 June 2026, 16:17

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten blockieren Startbahnen und verursachen hohe Kosten

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten blockieren Startbahnen und verursachen hohe Kosten

Klimaschutzaktivisten haben am Flughafen Köln/Bonn zwei Protestaktionen durchgeführt, die zu erheblichen Behinderungen geführt haben. Die Vorfälle ereigneten sich am 24. Juli und 15. August und verursachten Flugverspätungen sowie finanzielle Verluste. Mittlerweile wurden gegen mehrere Beteiligte Anzeigen erstattet.

Am 24. Juli 2024 klebten sich fünf Klimaschutzaktivisten laut Vorwurf auf eine Startbahn. Dadurch kam der Flugbetrieb für drei Stunden zum Erliegen. Der Flughafen bezifferte die vorläufigen Schäden auf etwa 125.000 Euro. Jede der fünf Personen erhielt eine Rechnung über rund 4.100 Euro für ihre Beteiligung.

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Am 15. August befestigten sich zwei Demonstranten an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn. Dies führte zu etwa einstündigen Flugbehinderungen. Zwei weitere Personen müssen nun mit Kosten von knapp 3.250 Euro pro Person rechnen, da sie in den Vorfall verwickelt waren.

Das Amtsgericht Köln hat insgesamt gegen sechs Personen Anklage erhoben. Die Vorwürfe umfassen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Die Behörden behalten sich vor, weitere Schadensersatzforderungen geltend zu machen. Auch die Fluggesellschaft Eurowings kündigte an, Entschädigungszahlungen einzufordern, und schätzt ihre Verluste auf fast 284.000 Euro.

Bisher wurde noch nicht entschieden, ob ein förmliches Verfahren eingeleitet wird. Ein Prozesstermin steht ebenfalls noch nicht fest. Die finanziellen und betrieblichen Auswirkungen der Proteste werden weiterhin vom Flughafen und den betroffenen Airlines bewertet.

Quelle