Kulturelle Szene setzt sich für Klimaneutralität bis 2040 ein - Hamburgs Kulturschaffende kämpfen für Klimaneutralität bis 2040
Über 80 Kulturschaffende in Hamburg unterstützen eine ehrgeizige neue Klimainitiative. Die Kampagne "Hamburger Zukunftsentscheid" fordert, dass die Stadt bereits bis 2040 klimaneutral wird – ganze zehn Jahre früher als bisher geplant. Zu den Befürwortern des Vorhabens, das schnelleres Handeln einfordert, zählen renommierte Einrichtungen wie das Schauspielhaus, Kampnagel und die Hamburger Kunsthalle.
Die Initiative, über die die Bürger am 12. Oktober 2023 abstimmen sollen, schlägt strengere Maßnahmen zur Reduzierung der CO₂-Emissionen vor. So sollen jährliche CO₂-Obergrenzen eingeführt werden, mit klaren Zielen für jeden Sektor auf Basis des bestehenden Hamburger Klimaplans. Falls die Fortschritte stocken, würden Sofortprogramme greifen, um die Stadt auf Kurs zu halten.
Um die finanzielle Belastung abzufedern, sieht der Plan Förderprogramme für Vermieter vor, die energetische Sanierungen durchführen. Mieter sollen zudem vor starken Kostensteigerungen geschützt werden, damit der sozial gerechte Ausgleich im Mittelpunkt der Transformation bleibt.
Die Kampagne erhält prominenten Rückhalt aus der Kunstszene. Schauspieler wie Bjarne Mädel, Maximilian Mundt und Lina Beckmann gehören zu den über 80 Unterzeichnern eines offenen Briefs, der die Initiative unterstützt – neben ihnen auch Mirco Kreibich, Pheline Roggan und Barbara Nüsse. Zwar zeigen Einrichtungen wie das Ernst-Deutsch-Theater und die Kunsthalle Solidarität, doch haben sie bisher keine offiziellen Stellungnahmen zu konkreten Forderungen oder Maßnahmen veröffentlicht.
Der "Hamburger Zukunftsentscheid" setzt ein verbindliches Ziel für Klimaneutralität bis 2040, gestützt durch jährliche Überprüfungen und sektorspezifische Vorgaben. Fördergelder für Sanierungen und Mieterschutz sollen ökologische Ziele mit sozialer Gerechtigkeit verbinden. Das Ergebnis der Abstimmung im Oktober wird entscheiden, ob Hamburg den schnelleren und strengeren Weg einschlägt.






