Grünes Licht für 390-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline durch Münsterland und Harz
Aldo RömerGrünes Licht für 390-Kilometer-Wasserstoff-Pipeline durch Münsterland und Harz
Wasserstoff-Pipeline in der Münster-Region erhält endgültige Genehmigung
Ein großes Wasserstoff-Pipeline-Projekt in der Region Münster hat die finale Freigabe erhalten. Die 390 Kilometer lange Trasse, Teil der Initiative "Get H2 Nürnberg – Münster", wird von Nürnberg bis an die Nordseeküste führen. Die Open Grid Europe GmbH (OGE) erhielt nach der Einreichung der Pläne für einen zentralen Abschnitt Anfang dieses Jahres grünes Licht.
Die Pipeline folgt bestehenden Erdgasrouten und durchquert dabei Nürnberg, Erfurt, Kassel und Münster. Ihre Strecke umfasst Anpassungen an unterschiedliche Landschaften – von den hügeligen Harzbergen bis zu den flachen Tiefebenen Westfalens. Allein im Raum Münster wird die Leitung rund 100 Kilometer umfassen.
Im Juni 2024 beantragte OGE die Planfeststellung für einen 9,4 Kilometer langen Abschnitt. Der Regierungsbezirk Münster hat nun den endgültigen Bescheid erteilt, sodass mit den Bauarbeiten begonnen werden kann.
Das gesamte Vorhaben zielt darauf ab, Industriezentren mit erneuerbarem Wasserstoff zu versorgen. Nach Fertigstellung wird die Pipeline eine zentrale Komponente der zukünftigen Energieinfrastruktur Deutschlands bilden.
Mit der nun vorliegenden Genehmigung können die Arbeiten am Münsteraner Abschnitt starten. Die Leitung wird den Transport von grünem Wasserstoff über weite Strecken ermöglichen und so die ansässige Industrie entlang der Route unterstützen. Die Vollendung des 390 Kilometer langen Netzes markiert einen bedeutenden Schritt im deutschen Wandel hin zu saubereren Energiequellen.






