05 May 2026, 23:23

"Grüne Ufer" feiert magische Theaterpremiere mit Zeitreisen-Liebe in Jekaterinburg

Ein altes Illustration eines Buchumschlags mit dem Titel "Die Musik der russischen Revolution", der einen Mann in einem weißen Gewand zeigt, der ein Saiteninstrument spielt, und eine Frau in einem langen Kleid, die Blumen hält, eingerahmt von einem prunkvollen Rahmen, vor einem tiefblauen Nachthimmel mit Sternen.

"Grüne Ufer" feiert magische Theaterpremiere mit Zeitreisen-Liebe in Jekaterinburg

Eine neue Bühnenadaption von „Grüne Ufer“, eines der gefeiertesten Werke der Fantasy-Literatur über parallele Existenzformen, hat in Jekaterinburg Premiere gefeiert. Unter der Regie von Lilia Bornaschewa trifft in dem Stück ein sowjetischer Dichter der 1980er-Jahre auf eine Romanzen-Sängerin aus dem vorrevolutionären Russland – eine beklemmende Liebesgeschichte, die über die Grenzen der Zeit reicht.

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Die Produktion wurde im „Tvary“, einem kleinen Privattheater in Jekaterinburg, uraufgeführt. Gennadi Alexejew schrieb „Grüne Ufer“ ursprünglich nach seiner Entdeckung des Lebens von Anastassija Wjalzewa, einer realen Sängerin aus den frühen 1900er-Jahren. Sein Roman verbindet historische Figuren mit fantastischen Elementen und erkundet Themen wie Liebe und Schicksal quer durch verschiedene Epochen.

Oleg Dulenkin und Jelena Iwanowa übernahmen die Hauptrollen. Iwanowa verkörperte dabei allein neun verschiedene Charaktere und wechselte nahtlos zwischen den Identitäten, während die Handlung durch die Zeitebenen sprang. Die Geschichte endet nicht glücklich – doch die Liebenden finden ihre Einheit erst im Tod, eine bittersüße Auflösung, die Alexejews Vision treu bleibt.

Bornaschewa, die das Stück adaptierte und inszenierte, bewahrte dessen traumhafte Atmosphäre, verankerte es jedoch im intimen Rahmen des „Tvary“. Der kleine Theaterraum ermöglichte ein nahes, immersives Erlebnis und zog das Publikum direkt in die verwobenen Schicksale der Figuren hinein.

Die Premiere markiert ein weiteres Kapitel für „Grüne Ufer“, einen Roman, der häufig für seine fantasievolle Auseinandersetzung mit Liebe und Zeit gelobt wird. Mit dem Abschluss der Spielzeit in Jekaterinburg bereichert die Inszenierung das Erbe von Alexejews Werk und bietet eine frische Interpretation seiner Parallelwelten-Romanze.

Quelle