17 March 2026, 00:22

Gestohlener Bierkrug kehrt nach 50 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurück

Alte Werbeplakatabbildung mit einem Bierhumpen, zwei Metallbehältern und einem Glas Bier mit Textbeschreibung der Gegenstände.

Gestohlener Bierkrug kehrt nach 50 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurück

Ein gestohlener Bierkrug kehrt nach einem halben Jahrhundert ins Münchner Hofbräuhaus zurück

Ein entwendeter Bierkrug ist nach fast 50 Jahren ins Münchner Hofbräuhaus zurückgekehrt. Ein englischsprachiger Tourist, der den Krug 1976 mitgenommen hatte, schickte ihn kürzlich zurück – zusammen mit 20 Euro als verspätete Entschuldigung. Der Vorfall wirft ein Schlaglicht auf eine skurrile Tradition: Jahrzehntelang verschwundene Gegenstände tauchen plötzlich wieder auf.

Der Besucher gestand, den Krug nach einer durchzechten Nacht im Jahr 1976 "versehentlich" in sein Gepäck geschmuggelt zu haben. Jahrzehnte später entschied er sich zur Rückgabe – inklusive eines 20-Euro-Scheins, um die alte Schuld zu begleichen. Kein Einzelfall: Drei- bis viermal jährlich erreichen das Hofbräuhaus ähnliche Rücksendungen.

2020 etwa brachte eine Amerikanerin einen gestohlenen Krug nach 55 Jahren an die Platzl-Bierhalle zurück. Trotz solcher Vorfälle erstattet das Hofbräuhaus keine Anzeige – es gibt daher keine offiziellen Aufzeichnungen. Die 20 Euro aus der jüngsten Rückgabe fließen nun in die Initiative Bunte Münchner Kindl, eine Hilfsorganisation für benachteiligte Kinder in München.

Der zurückgegebene Krug reiht sich ein in eine wachsende Liste lange vermisster Gegenstände, die ihren Weg nach Hause finden. Während das Hofbräuhaus die Fälle mit Humor nimmt, kommt die Spende lokalen Kindern zugute. Die Tradition der verspäteten Ehrlichkeit lebt also weiter.

Quelle