Gerhard Struber verlässt den 1. FC Köln – und startet in England durch
Edmund HeckerGerhard Struber verlässt den 1. FC Köln – und startet in England durch
Gerhard Struber hat seinen überraschenden Abgang beim 1. FC Köln ohne Groll verarbeitet. Der österreichische Trainer, der nur wenige Tage vor Saisonende entlassen wurde, steht nun bei Bristol City in Englands Championship an der Seitenlinie. Sein Abschied fiel in eine Phase, in der der deutsche Verein unter dramatischen Umständen um den Aufstieg in die Bundesliga kämpfte.
Struber wurde am 4. Mai 2025 vom 1. FC Köln entlassen – nur zwei Tage vor dem Saisonfinale. Der Entscheidung war ein 1:1 gegen den Tabellenletzten Jahn Regensburg vorausgegangen, ein Ergebnis, das die Vereinsführung verärgert hatte. Trotz des Rückschlags blieb Köln nach dem 32. Spieltag auf Platz zwei der 2. Bundesliga.
Sein Abgang war abrupt, aber nicht völlig unerwartet. Struber hatte sich laut Berichten geweigert, auf Aufforderung von Sportdirektor Christian Keller zurückzutreten, der den Verein kurz darauf ebenfalls verließ. Friedhelm Funkel übernahm interimistisch das Traineramt und führte Köln mit Siegen gegen Nürnberg (2:1) und Kaiserslautern (4:0) in den letzten Spielen noch zum Aufstieg.
Rückblickend bezeichnete Struber seine Zeit in Köln als wertvolle Phase für seine persönliche Entwicklung. Bereits wenige Wochen später übernahm er das Amt bei Bristol City, wo er einen ehemaligen englischen Nationaltrainer auf einem bis Saisonende laufenden Vertrag ablöste. Unter seiner Führung belegt der Championship-Klub aktuell den achten Tabellenplatz.
Der Aufstieg des 1. FC Köln in die Bundesliga gelang zwar ohne Struber, doch sein Einfluss war unübersehbar. Während der Verein zügig einen Schlussstrich zog, fand der Österreicher in England eine neue Herausforderung. Beide Seiten blicken nun ohne anhaltende Konflikte nach vorn.






