25 March 2026, 22:27

Gänseliesel wird 125: Göttingens Kult-Brunnen feiert mit einzigartiger Jubiläumsausstellung

Historisches Bild einer Brunnenanlage in einem Gewässer mit Skulpturen, Treppen und Geländern, mit einer Inschrift am unteren Rand, die lautet: "Abbelding van & Nuurwerk, afgertaken in 'Groenhage' am 13. Juni 1749".

Gänseliesel wird 125: Göttingens Kult-Brunnen feiert mit einzigartiger Jubiläumsausstellung

Göttingens geliebter Gänseliesel-Brunnen feiert 2026 sein 125-jähriges Jubiläum mit einer Sonderausstellung

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Unter dem Titel "Liebt wirklich jeder Liesel?" würdigt die Schau die Geschichte und kulturelle Bedeutung der berühmten Statue. Die Ausstellung eröffnet am 9. April in der Galerie Alte Feuerwache und zieht anschließend ins Städtische Museum Göttingen um.

Seit seiner Enthüllung im Jahr 1901 ist der Brunnen ein Wahrzeichen der Stadt. Entworfen wurde die Figur vom Bildhauer Paul Nisse, dessen Entwurf 1897 einen Wettbewerb mit 46 Beiträgen von rund 40 Künstlern gewann. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Gänseliesel von einem bloßen Brunnen zu einem Identitätssymbol Göttingens.

Die Ausstellung präsentiert erstmals beide existingen Abgüsse der Statue – den Originalguss von 1901 und eine zweite Fassung – nebeneinander. Besucher erhalten zudem eine zweisprachige Broschüre auf Deutsch und Englisch. Die Schau läuft bis zum 18. Oktober 2026 und wird von der Niedersachsen Stiftung sowie der VGH-Stiftung unterstützt.

Doch die Gänseliesel ist mehr als nur ein Kunstwerk: Sie ist fest in lokale Bräuche eingebunden. Noch heute küssen frisch promovierte Doktoranden die Statue nach ihrer Disputation – ein Ritual, das als "Doktorkuss" bekannt ist. Der Brunnen ist zudem fester Bestandteil von Stadtführungen und inspirierte sogar eine limitierte Playmobil-Sonderedition zum Jubiläum.

Die Ausstellung zeigt, wie die Gänseliesel über 125 Jahre hinweg Göttingens Kultur geprägt hat – vom historischen Brunnen zur modernen Ikone. Mit seltenen Exponaten und interaktiven Elementen lädt sie Einheimische wie Touristen ein, die Geschichte des Wahrzeichens neu zu entdecken.

Quelle