Gamescom 2024: Neue Studie zeigt dunkle Seiten der leidenschaftlichen Gaming-Szene
Lia RömerGamescom 2024: Neue Studie zeigt dunkle Seiten der leidenschaftlichen Gaming-Szene
Gamescom, die größte Messe der Welt für Video- und Computerspiele, findet diese Woche in Köln statt. Hunderttausende Fans werden zur Veranstaltung erwartet, die von Mittwoch bis Sonntag stattfindet. Die Messe steht vor dem Hintergrund neuer Umfrageergebnisse zu den Erfahrungen und Einstellungen leidenschaftlicher Spieler.
Eine aktuelle Studie offenbart deutliche Unterschiede zwischen engagierten Gamern und der breiteren Gaming-Community. Unter denen, die mehrmals pro Woche spielen, stimmen 43 % der Aussage zu, Juden hätten zu viel Einfluss in der Welt – im Vergleich zu 26 % aller befragten Spieler. Auch Feindseligkeit gegenüber LGBTQ+-Personen und antifeministische Haltungen waren in dieser Gruppe weiter verbreitet.
Cybermobbing bleibt ein großes Problem: 38 % der leidenschaftlichen Spieler gaben an, „sehr oft oder ziemlich oft“ beleidigt zu werden. Insgesamt berichteten 14 % aller Befragten von häufigen verbalen Angriffen, darunter Drohungen mit körperlicher Gewalt und Vergewaltigung. Einsamkeit ist ein weiteres Thema: 58 % der Hardcore-Gamer fühlen sich mäßig oder stark einsam – im Vergleich zu 43 % aller Teilnehmer.
Die Umfrage zeigte auch politisches Engagement auf: 27 % der engagierten Spieler hatten in den vergangenen zwölf Monaten an einer Demonstration teilgenommen – fast doppelt so viele wie die 14 % in der Gesamtbevölkerung. Demografisch gesehen sind 75 % der Hardcore-Gamer Männer, und 55 % sind zwischen 16 und 34 Jahre alt.
Die Ergebnisse zeichnen ein komplexes Bild leidenschaftlicher Spieler – von ihrem sozialen und politischen Verhalten bis hin zu den Herausforderungen, denen sie online begegnen. Die Daten werden veröffentlicht, während sich die Gaming-Community in Köln zur Gamescom versammelt, einer Veranstaltung, die das Wachstum und die Kultur der Branche feiert.






