Frauen in der Kommunalpolitik: Bochum diskutiert über Gleichberechtigung und strukturelle Hürden
Lia RömerFrauen in der Kommunalpolitik: Bochum diskutiert über Gleichberechtigung und strukturelle Hürden
Veranstaltung in Bochum: Expertinnen und Politiker diskutieren über die Rolle von Frauen in der Kommunalpolitik
Eine kürzliche Veranstaltung in Bochum brachte Fachleute und Verantwortungsträger zusammen, um über die Rolle von Frauen in der lokalen Politik zu sprechen. Die am Dienstag, dem 4. November, im Deutschen Bergbau-Museum abgehaltene Tagung bildete den Abschluss der Initiative "Sei der Wandel: Frauen für Demokratie". Rund 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Politik, Wissenschaft und öffentlicher Verwaltung nahmen an den Diskussionen teil.
Das Programm umfasste zwei Podiumsdiskussionen, die von Andrea Blome moderiert wurden. Die erste beschäftigte sich mit der Sichtbarkeit von Frauen in politischen Räumen, die zweite untersuchte den Zusammenhang zwischen Demokratie und Gleichberechtigung. Prof. Dr. Barbara Thiessen wies auf strukturelle Hürden hin, die die politische Teilhabe von Frauen einschränken. Mag. Maria Pernegger analysierte, wie mediale Darstellungen das öffentliche Bild von Politikerinnen prägen.
Dr. David H. Gehne und Hanna Schömann, M.A., präsentierten aktuelle Statistiken zur Vertretung von Frauen in kommunalen Gremien. Ihre Daten dienten als Grundlage für die Bewertung der gegenwärtigen Herausforderungen. Drei Mitglieder der Lünener Initiative Poli-Tisch sowie die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt, Heike Tatsch, berichteten über lokale Erfahrungen.
Die gewonnenen Erkenntnisse sollen die Delegation aus Lünen dabei unterstützen, das Poli-Tisch-Programm weiterzuentwickeln. Die Veranstalter wollen die Ergebnisse nutzen, um die Beteiligung von Frauen in der Kommunalpolitik zu stärken. Das Projekt "Sei der Wandel" wird in Partnerschaft mit der EAF Berlin durchgeführt.
Im Mittelpunkt der Diskussionen standen langfristige Strategien, um den Anteil von Frauen in politischen Entscheidungsprozessen zu erhöhen. Die Ergebnisse der Veranstaltung werden Lünen als Leitfaden dienen, um die Gleichberechtigung in kommunalen Strukturen voranzubringen. Die Organisatoren planen, die gewonnenen Erfahrungen in zukünftige Initiativen einfließen zu lassen.






