28 April 2026, 00:29

Frau täuscht eigene Entführung vor – und ihr Mann vergibt ihr trotzdem

Plakat mit einer Frau in einem weißen Kleid mit einem schwarzen Gürtel, ihre Haare zu einem Dutt gebunden, mit einem entschlossenen Gesichtsausdruck, umgeben von fetter schwarzer Schrift auf einem tiefblauen Hintergrund, die lautet "Falsche Scham und Angst können Ihre Zukunft zerstören - Lassen Sie sich Blut testen."

Prozess: Frau simuliert ihre eigene Entführung beim Ehemann - Frau täuscht eigene Entführung vor – und ihr Mann vergibt ihr trotzdem

Eine Frau, die ihre eigene Entführung vorgetäuscht hatte, um von ihrem Ehemann Geld zu erpressen, ist zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Der Fall wurde vor dem Landgericht Köln verhandelt, wo sie gestand, die Straftat inszeniert zu haben, während sie mit Suchtproblemen und Depressionen kämpfte. Ihr Mann, der zunächst auf die Täuschung hereinfiel, vergab ihr später und beglich ihre Schulden.

Die dramatische Geschichte begann, als die Frau ihrem Ehemann über WhatsApp Nachrichten schickte, in denen sie behauptete, entführt worden zu sein. In den Nachrichten wurde eine Überweisung von 5.000 Euro für ihre Freilassung gefordert. Um ihre Sicherheit besorgt, alarmierte ihr Mann sofort die Polizei, woraufhin eine groß angelegte Suchaktion eingeleitet wurde.

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Ermittler entdeckten die Frau später in der Nähe des Kölner Doms, wo sie ihre angebliche "Befreiung" in Szene gesetzt hatte. Bei ihr wurden fast 5.000 Euro Bargeld gefunden. Während des Prozesses räumte sie ein, die Entführung erfunden zu haben, um Schulden in Höhe von etwa 20.000 Euro zu begleichen – eine Summe, die durch Spiel- und Kaufsucht sowie eine schwere Depression entstanden war.

Nach dem Vorfall wurde sie kurzzeitig in eine psychiatrische Einrichtung eingewiesen. Mittlerweile befindet sie sich in Therapie. Trotz des Betrugs vergab ihr ihr Mann und übernahm ihre ausstehenden Schulden. Als das Gericht eine 14-monatige Bewährungsstrafe wegen Erpressung und Vortäuschens einer Straftat verhängte, umarmten sich die beiden im Flur des Gerichtsgebäudes, sichtbar bewegt.

Das Urteil spiegelt die Schwere der Tat wider, berücksichtigt aber auch die persönlichen Probleme der Angeklagten. Sie muss keine Haftstrafe antreten, muss jedoch im Rahmen der Bewährung die Therapie fortsetzen. Der Fall zeigt die dramatischen Folgen extremer finanzieller Not und psychischer Belastungen.

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