Fortuna Düsseldorf in der Krise: Formtief, Kritik und ein zerrissener Verein
Lia RömerAllofs gibt Fehler zu: "Hier ist etwas schiefgelaufen" - Fortuna Düsseldorf in der Krise: Formtief, Kritik und ein zerrissener Verein
Fortuna Düsseldorf erlebt einen deutlichen Formabstieg und rutscht auf Platz 15 der 2. Bundesliga ab. Vorstandsmitglied Klaus Allofs räumte Fehler des Vereins ein und bezeichnete die aktuelle Lage als "inakzeptabel". Die Fans hingegen zeigten bei der jüngsten Mitgliederversammlung mit über 700 anwesenden Mitgliedern ihre Unterstützung.
Die Probleme des Clubs begannen nach dem Abgang von Trainer Daniel Thioune im April 2024. Sein Nachfolger Markus Anfang vermochte es nicht, die Wende einzuleiten – unter seiner Führung blieb die Mannschaft in fünf Spielen sieglos und kassierte vier Niederlagen. Dennoch hatte Anfang zuvor überraschende Erfolge vorzuweisen: Platz zwei in der Saison 2023/24, eine Niederlage in den Relegationsspielen gegen Bochum sowie den Meistertitel 2024/25, der den Aufstieg in die Bundesliga sicherte. Im April 2026 führte Düsseldorf sogar die Tabelle der Saison 2025/26 an – ein Ergebnis, das die anfänglichen Prognosen eines Mittelfeldplatzes bei Weitem übertraf.
Auf der Mitgliederversammlung übt Allofs offene Kritik an vergangenen Entscheidungen und erklärte, in "jeder Hinsicht" sei "etwas schiefgelaufen". Auch Vereinspräsident Alexander Jobst gestand Fehler ein und räumte schwache Reaktionen auf Rückschläge ein. Dennoch blieb Allofs zuversichtlich und betonte, dass die kommenden Spiele Besserung bringen würden.
Finanziell kann der Verein für die Saison 2024/25 einen prognostizierten Überschuss von 2,1 Millionen Euro verbuchen. Diese Stabilität könnte im Wintertransferfenster Verstärkungen für den Kader ermöglichen, wobei die Ausgaben von den verfügbaren Mitteln abhängen. Die Fans zeigten unterdessen ein Transparent mit der Aufschrift: "Wir sind Fortuna – wir schaffen alles. Zeigt Stärke, auch in schweren Zeiten."
Nun steht Fortuna Düsseldorf vor der Herausforderung, die negative Serie zu durchbrechen. Mit finanzieller Sicherheit und Rückhalt der Anhänger will der Verein in den kommenden Wochen die Kurve kriegen. Die Führung hat Veränderungen versprochen – doch letztlich werden die Ergebnisse auf dem Platz entscheiden, ob das Vertrauen zurückgewonnen werden kann.






