Evonik-Aktie unter Druck: Banken stufen Chemiekonzern massiv ab
Evonik Industries steht vor neuen Herausforderungen, nachdem große Banken ihre Bewertungen für die Aktie des Konzerns gesenkt haben. Sowohl Goldman Sachs als auch Jefferies haben den Chemiekonzern abgestuft und verweisen dabei auf schwache Finanzkennzahlen sowie branchenweite Probleme. Die Herabstufungen erfolgen nach den enttäuschenden Zahlen von Evonik für das dritte Quartal 2025, die hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.
Die Aktie von Evonik hat in den vergangenen Monaten stark gelitten und im Februar 2024 mit 13,55 Euro ein Rekordtief erreicht. Seither hat sie sich leicht auf 14,33 Euro erholt – ein Plus von etwa 5,7 Prozent. Doch trotz dieses kleinen Aufschwungs warnen Analysten, dass die grundlegenden Probleme des Unternehmens weiterhin bestehen.
Die Ergebnisse für das dritte Quartal 2025 bestätigten die zuvor geäußerten Warnungen vor einem Abschwung. Evonik räumte ein, dass eine wirtschaftliche Erholung weiterhin in weiter Ferne liegt, da Kunden in fast allen Bereichen ihre Ausgaben zurückfahren. Goldman Sachs verwies insbesondere auf den starken Preisdruck bei Methionin, einem der wichtigsten Produkte des Konzerns, als großes Risiko. Die Bank warnte zudem vor strukturellen Problemen, die die gesamte Chemieindustrie belasten.
Auch Citigroup und Jefferies teilten die pessimistische Einschätzung. Während Citigroup das Kursziel für die Evonik-Aktie deutlich senkte, stufte Jefferies das Papier auf "Underperform" (schlechter als der Markt) herab. Analysten zweifeln mittlerweile an einer schnellen Besserung und führen als Gründe Überkapazitäten in der Branche sowie eine schwache Nachfrage an. Auch die technischen Indikatoren der Aktie spiegeln die düstere Stimmung wider: Mit einem Relative-Stärke-Index (RSI) von nur 15,8 gilt sie als extrem überverkauft.
Goldman Sachs ging noch einen Schritt weiter und stufte Evonik auf "Verkaufen" herab. Die Bankanalysten argumentieren, dass die Schwierigkeiten des Unternehmens nicht nur vorübergehend sind, sondern Teil eines breiteren Niedergangs im Chemiesektor.
Evonik sieht sich nun einem schwierigen Weg gegenüber, nachdem mehrere Banken ihre Bewertungen und Kursziele gesenkt haben. Angesichts der schwachen Nachfrage, der Überkapazitäten in der Branche und fehlender Anzeichen für eine Erholung bleibt die Aktie unter starkem Druck. Die jüngsten Herabstufungen deuten darauf hin, dass sich Anleger auf eine längere Phase der Belastung einstellen.






