13 April 2026, 14:27

Eurobahn drosselt Fahrplan um 40 Prozent – wann kommt die Rückkehr zum Normalbetrieb?

Alte Karte des Basel-Strasburg-Gebiets in Deutschland, die das Ausmaß einer Eisenbahnlinie mit Text und Linien hervorhebt.

Eurobahn drosselt Fahrplan um 40 Prozent – wann kommt die Rückkehr zum Normalbetrieb?

Eurobahn, ein wichtiger Eisenbahnbetreiber in Nordrhein-Westfalen, kämpft seit April 2024 mit massiven Einschränkungen im Fahrplan – verursacht durch Personalmangel. Einige Linien verkehren nun nur noch stündlich, das Angebot wurde um bis zu 40 Prozent gekürzt. Das Unternehmen plant, bis Dezember 2025 wieder den vollen Fahrplan anzubieten und gleichzeitig die Zahl der Ausfälle zu reduzieren.

Betroffen von den Kürzungen sind Strecken in der gesamten Region, darunter wichtige Verbindungen wie die RE13, RE3 und RB67 sowie die Linien nach Osnabrück und Nienburg an der Weser. Karsten Schulz, technischer Geschäftsführer der Eurobahn, bestätigte, dass die Einschränkungen notwendig, aber vorübergehend seien. Das Ziel des Unternehmens liege darin, die Zuverlässigkeit zu steigern und nach der Fahrplanumstellung im Dezember eine Ausfallquote von nur noch 4 bis 5 Prozent zu erreichen.

Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), unter dessen Dach die Eurobahn operiert, sucht derzeit nach einem Käufer für das Unternehmen. Zum Verbund gehören die Mobilität Ruhr-Lippe, Mobilität Münsterland, der Ostwestfalen-Lippe-Verkehr, das Paderborn-Höxter-Nahverkehrsnetz sowie die Verkehrsgesellschaft Westfalen-Süd. Nils Werner, bei der NWL zuständig für Markt und Kunden, betonte, dass ein verlässlicher Betrieb entscheidend sei, um Investoren zu gewinnen.

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Ein Deal muss bis zum Jahreswechsel 2027/2028 unter Dach und Fach sein, die Frist endet spätestens 2032. Dieser Zeitplan orientiert sich an auslaufenden politischen Vereinbarungen und Streckenverträgen – Verzögerungen sind kaum möglich.

Die Eurobahn wird ihren vollen Fahrplan im Dezember 2025 wiederaufnehmen und damit das aktuelle eingeschränkte Angebot beenden. Die Suche der NWL nach einem Investor läuft derweil weiter, wobei die operative Stabilität oberste Priorität hat. Sollte bis 2032 kein Käufer gefunden werden, könnte die Zukunft wichtiger Regionalverkehrsverbindungen auf dem Spiel stehen.

Quelle