Essen wird zur Schwammstadt: Drei Stadtteile erhalten Millionenförderung für Klimaschutz
Lia RömerEssen wird zur Schwammstadt: Drei Stadtteile erhalten Millionenförderung für Klimaschutz
Essen hat einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur klimaresilienten Stadt gemacht: Die Stadt sichert sich Förderung aus dem KRIS-Programm. Drei Stadtteile – Messe-Gruga, Neues Bernetal sowie Katernberg/Zollverein – wurden für gezielte Maßnahmen zur Verbesserung des Wassermanagements ausgewählt. Das Vorhaben zielt darauf ab, das Hochwasserrisiko zu verringern und den Umgang mit Regenwasser vor Ort zu optimieren.
Das KRIS-Programm setzt auf das Prinzip der Schwammstadt, bei dem Regenwasser dort gespeichert und wiederverwendet wird, wo es fällt. Essen reichte detaillierte Pläne für jede der Zonen bei der Projektträger Jülich (PtJ) und der Bezirksregierung zur Genehmigung ein. Die ausgewählten Gebiete sind besonders klimagefährdet und profitieren daher am stärksten von wasserbasierten Lösungen.
Bis 2030 plant die Stadt, in diesen Zonen 25 Prozent der versiegelten Flächen vom Mischwassersystem zu trennen. Dadurch soll die Verdunstungsrate um zehn Prozentpunkte steigen, was die Belastung der Entwässerungsnetze verringert. Die Finanzierung für die genehmigten Gebiete soll in der ersten Jahreshälfte 2026 finalisiert werden.
Das KRIS-Programm umfasst alle 53 Städte und Gemeinden im Regionalverband Ruhr (RVR). Um förderberechtigt zu sein, muss jede Kommune spezifische Klimaanpassungszonen innerhalb ihres Gebiets ausweisen. Essens Auswahl der Stadtteile Messe-Gruga, Neues Bernetal und Katernberg/Zollverein entspricht dieser Vorgabe.
Das Projekt wird das Regenwassermanagement in Essen grundlegend verändern: Die Abhängigkeit von der Kanalisation sinkt, während die Klimaresilienz steigt. Sobald die Mittel bewilligt sind, können die Anpassungsmaßnahmen in den ausgewählten Vierteln beginnen. Langfristig soll die Stadt so besser auf Extremwetter und Überschwemmungen vorbereitet sein.






