Essen testet lärmarme Glasfaser-Verlegung mit elektrischen Bohranlagen als deutschlandweites Pilotprojekt
Walburga HornigEssen testet lärmarme Glasfaser-Verlegung mit elektrischen Bohranlagen als deutschlandweites Pilotprojekt
Auf einer etwa einen Kilometer langen Strecke in Essen werden derzeit Glasfaserkabel mit einer innovativen, lärmarmen Methode verlegt. Das von Tobias Hobert, Geschäftsführer von Green Econo, geleitete Projekt setzt statt herkömmlicher Dieselbagger auf elektrische Bohranlagen. Dadurch lassen sich Lärm und Emissionen im Vergleich zu herkömmlichen Baustellenarbeiten um mindestens 80 Prozent reduzieren.
In der ersten Phase wurden 800 Meter Kabel in einem offenen Graben entlang der Ruhr verlegt. Für den nächsten Abschnitt mussten die Arbeiter unter einer stark befahrenen Straßenkreuzung hindurchbohren, um weitere 200 Meter zu installieren.
Ein elektrisches Nutzfahrzeug transportiert eine große Stromspeichereinheit, die die Bohrmaschinen mit Energie versorgt. Im Gegensatz zu herkömmlichen dieselbetriebenen Geräten arbeitet die elektrische Anlage leise und ohne Abgase. Das in Brilon ansässige Beratungsunternehmen Green Econo unterstützt Unternehmen dabei, ihren Energieverbrauch und ihre Emissionen zu senken.
Seit 2025 hat keine andere deutsche Stadt ein vergleichbares Pilotprojekt für die lärm- und emissionsarme Verlegung von Glasfaserkabeln erprobt. Das Essener Vorhaben ist der erste bekannte Einsatz elektrischer Bohranlagen für diese Art von Arbeiten in Deutschland.
Das Projekt zeigt, wie elektrische Geräte die Baupraxis revolutionieren können. Durch die drastische Reduzierung von Lärm und Emissionen setzt es neue Maßstäbe für Infrastrukturarbeiten in städtischen Gebieten. Die Verantwortlichen werden den Erfolg des Projekts genau beobachten, um es als mögliches Vorbild für künftige Vorhaben zu bewerten.






