Dortmund erwartet Abschlussbericht zu historischem Missbrauchsskandal noch 2025
Walburga HornigDortmund erwartet Abschlussbericht zu historischem Missbrauchsskandal noch 2025
Borussia Dortmund erwartet bis Ende des Jahres den Abschlussbericht zu einem historischen Missbrauchsfall. Der Verein beauftragte im November 2025 eine unabhängige Untersuchung, nachdem neue Vorwürfe bekannt geworden waren. Seitdem haben die Ermittler die Wohnung des Beschuldigten durchsucht und Beweismaterial sichergestellt.
Erste Hinweise auf mögliche Missbrauchsfälle erreichten den Club bereits 2010, konnten damals jedoch nicht bestätigt werden. Die mutmaßlichen Straftaten ereigneten sich zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren. 2023 führten weitere Vorwürfe zur Kündigung des Beschuldigten und zum Entzug seiner Ehrenmitgliedschaft.
Eine externe Prüfungsgesellschaft sowie eine auf Strafrecht spezialisierte Kanzlei führen die unabhängige Aufklärung durch. Auch die Staatsanwaltschaft Hagen ermittelt in dem Fall; bisher wurden 23 potenzielle Opfer identifiziert. Im November 2025 durchsuchten die Behörden die Wohnung des Beschuldigten und beschlagnahmten elektronische Geräte sowie Datenträger zur Auswertung.
Borussia Dortmund rechnet noch vor Jahresende mit dem Abschlussbericht. Sowohl die interne Untersuchung als auch das strafrechtliche Verfahren laufen weiter, wobei der Verein vollumfänglich kooperiert. Der Beschuldigte bleibt unter Beobachtung, während die Ermittlungen andauern.
