Deutschlands Tischtennis-Team startet ohne Timo Boll in eine neue Ära
Walburga HornigDeutschlands Tischtennis-Team startet ohne Timo Boll in eine neue Ära
Deutschlands Tischtennis-Team startet erstmals ohne Legende Timo Boll in ein großes Turnier
Am kommenden Wochenende beginnt für die deutsche Tischtennis-Nationalmannschaft eine neue Ära: Die Europameisterschaften starten am Sonntag, den 17. September, in Zadar, Kroatien. Nach dem Rücktritt von Timo Boll steht eine junge Generation vor der Herausforderung, an die jahrelange Dominanz der früheren Stars anzuknüpfen.
Die Herrenmannschaft geht mit den weltweit auf Platz 8, 14 und 15 geführten Benedikt Duda (31), Dang Qiu (28) und Patrick Franziska (33) ins Rennen. Ihre Aufgabe ist klar: Sie müssen das Erbe von Boll und Dimitrij Ovtcharov antreten, die gemeinsam neun Europameistertitel, sechs WM-Finals und vier olympische Medaillen gewannen.
Auch die Damen könnten für Furore sorgen – angeführt von Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann. Ihr Fortschritt wird mit Spannung verfolgt, besonders vor dem Hintergrund, dass das Internationale Olympische Komitee plant, die getrennten Wettbewerbe der Männer und Frauen künftig durch ein gemischtes Teamformat zu ersetzen.
In Düsseldorf, im nationalen Trainingszentrum, erinnern noch immer Fotos an vergangene Triumphe. Zwischen den Aufnahmen von Meisterschaftssiegen hängt auch Bolls letzte WM-Medaille von 2021. Die ehemalige Weltranglistenzweite Tamara Boros, heute Bundestrainerin, wird beide Teams durch das Turnier führen.
Die Europameisterschaften markieren einen Wendepunkt für den deutschen Tischtennis-Sport. Ohne Boll muss die aktuelle Mannschaft nun beweisen, dass sie zu Europas Elite gehört. Ein Erfolg in Zadar wäre ein starkes Signal für den Beginn eines neuen Kapitels.






