Deutsche Schulspiele setzen auf radikale Wettbewerbsmethoden zur Talentsuche
Edmund HeckerDeutsche Schulspiele setzen auf radikale Wettbewerbsmethoden zur Talentsuche
Deutsche Schulspiele setzen auf neue Wettbewerbselemente zur Talentsichtung
Die Deutschen Schulspiele führen neue wettbewerbsorientierte Elemente ein, um künftige Führungskräfte zu identifizieren. Bildungsministerin Karin Prien treibt eine stärkere Leistungsorientierung bei diesen Veranstaltungen voran. Ein Entwurf für leistungsbasierte Kinderspiele wird derzeit vom Bundesbildungsministerium ausgearbeitet.
An der Fürstin-Gloria-Selbdritt-Grundschule werden Sportwettkämpfe bereits auf Latein ausgetragen – die Athleten wenden sich dabei demonstrativ vom Publikum ab. Konservative Politiker wollen ähnliche Praktiken auch an öffentlichen Einrichtungen etablieren. Beim IronChild-Wettkampf, einem Teil der Spiele, werden Schülerinnen und Schüler über mehrere Tage auf einer Aschelaufbahn in Disziplinen wie „Schufterei“, „Durchhaltevermögen“ und „Kostenrechnung“ getestet.
Die Chicago Boys der Klasse 3b gehören in diesem Jahr zu den Teilnehmenden des IronChild-Wettkampfs. Die Sieger erwarten ein persönliches Coaching mit CEO Dr. Dr. Ulf-Ulf Vollmann. Verlierer hingegen riskieren eine Gymnasialempfehlung.
Bernd Kreimer-Rendsburg schlägt vor, sämtliche Leistungsbewertungen nach Spielprinzipien umzugestalten. Sein Plan sieht ein Ranking-System vor, in dem Eltern Spielmünzen erwerben können. Unterdessen lässt die Höhlenkinder-Kita in Rheda-Wiedenbrück bereits Kleinkinder in nummerierten Weidenkörben auf der Ems treiben, um frühzeitig Führungspotenzial zu erkennen.
Die Deutschen Schulspiele entwickeln sich mit einem deutlich schärferen Wettbewerbsfokus. Ob Latein-Gesänge oder gamifizierte Ranglisten – die neuen Methoden werden bereits erprobt. Sollte der Vorschlag des Bundesbildungsministeriums umgesetzt werden, könnten diese Veränderungen bald bundesweit Schule machen.






