27 April 2026, 20:24

Deutsche gespalten: Sozialleistungen für Migranten und Rentenreform polarisieren

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige für das Pensionshaus in Dresden, Deutschland, mit Text auf weißem Hintergrund.

Deutsche gespalten: Sozialleistungen für Migranten und Rentenreform polarisieren

Eine neue Umfrage offenbart tiefe Spaltungen in der deutschen Öffentlichkeit zu Fragen der Sozialleistungen, Vermögensverteilung und Rentenreform. Die Ergebnisse zeigen gegensätzliche Positionen entlang politischer und regionaler Linien – insbesondere bei der Frage, ob Migrantinnen und Migranten Wartezeiten für Sozialleistungen erfüllen sollten.

Eine deutliche Mehrheit von 81 Prozent der Befragten ist der Ansicht, dass Vermögen in Deutschland ungerecht verteilt ist. Gleichzeitig halten es 42 Prozent für besonders wichtig, dass höhere Leistungen auch zu höheren Einkommen führen sollten.

Bei der Rentenreform sprechen sich 86 Prozent der Deutschen dafür aus, die gesetzliche Rentenversicherung auf Beamte, Selbstständige und Politiker auszuweiten. Dies deutet auf einen breiten Konsens zur Erweiterung des Systems hin.

Deutlich gespalten sind die Meinungen zu Sozialleistungen für Migranten: Bundesweit befürworten 66 Prozent, dass Zuwanderer erst nach längerer Berufstätigkeit in Deutschland Anspruch auf Sozialleistungen haben sollten. Besonders hoch ist die Zustimmung bei AfD-Wählern (91 Prozent), gefolgt von 79 Prozent der CDU/CSU-Anhänger und 63 Prozent der SPD-Sympathisanten. Regionale Unterschiede fallen ebenfalls ins Auge: In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unterstützen 76 Prozent der Befragten diese Forderung.

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Ganz anders sieht es bei den Wählerinnen und Wählern von Grünen und Linken aus: Nur 36 Prozent der Grünen-Anhänger stimmen der Wartezeit zu, während 55 Prozent der Linkspartei-Wähler sie kategorisch ablehnen.

Die Umfrage legt klare politische und regionale Bruchlinien in der Sozial- und Migrationspolitik offen. Zwar befürworten die meisten Deutschen Rentenreformen und sehen die Vermögensungleichheit als Problem – doch die Haltung zu Sozialleistungen für Migranten geht weit auseinander. Diese Differenzen könnten künftige Debatten über soziale Sicherheit und Integration prägen.

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