DeepL baut 250 Stellen ab – und setzt auf KI und Echtzeit-Übersetzungen
Walburga HornigDeepL baut 250 Stellen ab – und setzt auf KI und Echtzeit-Übersetzungen
DeepL, das mit KI-gestützter Übersetzung aufwartende Unternehmen, das Anfang dieses Jahres mit zwei Milliarden US-Dollar bewertet wurde, hat etwa 250 Stellen abgebaut. Der Schritt ist Teil einer grundlegenden strategischen Neuausrichtung, bei der das Unternehmen künftig auf kleinere Teams setzt und seine Sprach-zu-Sprach-Übersetzungsdienste ausbauen will. Berichten zufolge erhielten die Betroffenen kaum Vorwarnung vor der Bekanntgabe der Entlassungen.
Das Unternehmen bestätigte, dass die Stellenstreichungen rund ein Viertel der Belegschaft betreffen. Die Entscheidung folgt auf einen finanziellen Rückschlag im Jahr 2023, als DeepL ein negatives Betriebsergebnis (EBIT) verbuchte – weitere Verluste werden auch für die kommenden Jahre erwartet.
Im Rahmen der neuen Ausrichtung konzentriert sich DeepL verstärkt auf Echtzeit-Übersetzungen von Sprache zu Sprache. Ein neues Büro in San Francisco soll diesen Vorstoß unterstützen, insbesondere auf dem US-Markt. Zudem plant das Unternehmen, KI noch stärker in seine Abläufe zu integrieren und routinemäßige Aufgaben in allen Geschäftsbereichen zu automatisieren.
Die Umstrukturierung ist Teil einer umfassenderen strategischen Neuordnung: DeepL verzichtet künftig auf große Teams und setzt stattdessen auf schlanke, spezialisierte Einheiten. Trotz der Entlassungen bleibt das Unternehmen seinem Ziel treu, das Produktportfolio auszubauen – vor allem im Bereich KI-basierter Übersetzungstools.
Von den Arbeitsplatzabbau sind etwa 250 Mitarbeiter betroffen, was einen deutlichen Einschnitt für das Unternehmen bedeutet. DeepLs Fokus liegt nun auf Innovationen im KI-Bereich und der Erweiterung seiner Sprach-zu-Sprach-Funktionen. Das neue Büro in San Francisco wird in dieser nächsten Entwicklungsphase eine zentrale Rolle spielen.






