20 March 2026, 18:23

Christian Ulmen in der Kritik: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Schwarz-weißes Magazin-Cover mit der Überschrift 'Humoristische Liste', das einen Mann in einem Anzug mit ernster Miene und eine Frau zeigt, die wegschaut und leicht schmunzelt.

Christian Ulmen in der Kritik: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Der deutsche Komiker Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und sich täuschend verhalten zu haben. Die Anschuldigungen haben die Kritik an Ulmens früheren TV-Rollen neu entfacht, in denen er häufig frauenfeindliche und umstrittene Charaktere spielte.

Bekanntheit erlangte Ulmen erstmals Mitte der 2000er-Jahre mit Mein neuer Freund, einer Reality-Show, in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" verkörperte. Eine seiner berüchtigtsten Figuren war Alexander von Eich, ein wohlhabender Aristokrat, der seine Freundin mit einem Stock demütigte und sie "Franziskarrrrr!" nannte. Das Format sah vor, dass Frauen ihren neuen Partner der Familie vorstellten – doch die von Ulmen gespielten Freunde benahmen sich abscheulich, sodass viele Frauen die Beziehung abbrachen. Wer die Demütigungen bis zum Ende ertrug, erhielt eine Geldsumme.

2013 übernahm Ulmen eine weitere provokante Rolle als Uwe Wöllner, Moderator der Sendung Wer will meine Freundin vögeln? auf Tele 5. In dem satirischen Quiz wetteten Männer darum, deren Freundin am begehrenswertesten sei – mit peinlichen Herausforderungen, die diese Behauptung "prüften". Ulmens Darstellung, komplett mit schiefem Gebiss, war als Satire gedacht, doch Kritiker fragen heute, ob sie Grenzen überschritt.

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Fernandes, die mit Ulmen seit 2010 liiert war, als die Beziehung öffentlich wurde, bezeichnet seine Handlungen inzwischen als "virtuelle Vergewaltigung". Sie behauptet, er habe unter ihrem Namen Fake-Profile angelegt, pornografisches Material verbreitet und sogar TelefONSEX geführt, während er vorgab, sie zu sein. Die Vorwürfe veranlassen viele, Ulmens frühere Auftritte neu zu bewerten – manche erkennen nun Warnsignale in seiner langjährigen frauenverachtenden Bühnenfigur.

Die Anschuldigungen gegen Ulmen haben eine breite Debatte ausgelöst, in der viele auf das Motto der Missbrauchsüberlebenden Gisèle Pelicot verweisen: "Die Scham muss die Seite wechseln." Fernandes' Vorwürfe, kombiniert mit Ulmens Geschichte, frauenfeindliche TV-Charaktere zu spielen, lenken die Aufmerksamkeit erneut auf die Grenze zwischen Satire und schädlichem Verhalten. Der Fall bleibt weiter in der öffentlichen Diskussion, während die Kritik an Ulmen wächst.

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