Chaos in Ahlen: Hooligans stoppen Fußballspiel mit Gewalt und Pyrotechnik
Walburga HornigChaos in Ahlen: Hooligans stoppen Fußballspiel mit Gewalt und Pyrotechnik
Ausschreitungen bei Fußballspiel in Ahlen: Hooligans greifen Polizei an – Spiel abgebrochen
Ein Fußballspiel in Ahlen eskalierte am Samstag in Gewalt, als verfeindete Hooligan-Gruppen mit der Polizei aneinandergerieten und die Behörden zum Eingreifen zwangen. Das Oberliga-Duell zwischen Rot-Weiß Ahlen und SG Wattenscheid 09 musste nach wiederholten Störungen schließlich abgebrochen werden. Nun ermitteln die Behörden wegen Landfriedensbruchs, Angriffe auf Polizeibeamte und Sicherheitsversagen.
Die Unruhen begannen, als Heimfans Pyrotechnik zündeten und Gäste Feuerwerkskörper im Stadion explodieren ließen. Die Polizei, darunter auch berittene Einheiten, griff ein, um eine direkte Konfrontation zwischen den rivalisierenden Hooligan-Gruppen zu verhindern. Trotz der Maßnahmen kam es sowohl innerhalb als auch außerhalb der Arena nach dem Spiel zu schweren Zusammenstößen.
Der Schiedsrichter brach die Partie endgültig ab, als ein weiterer Feuerwerkskörper auf dem Spielfeld landete, und wertete den Sieg für SG Wattenscheid. Unterdessen drangen etwa 40 Personen auf nahegelegene Gleise ein, rissen Schottersteine heraus und zwangen die Bahn dazu, den Zugverkehr vorübergehend einzustellen.
Drei Anhänger des FC Zwolle – zwei Erwachsene und ein Minderjähriger – wurden vorläufig festgenommen. Der Jugendliche wurde in Obhut genommen, die beiden Erwachsenen bleiben in Untersuchungshaft. Ein Polizist erlitt eine leichte Armverletzung, nachdem er mit einer Eisenstange geschlagen worden war. Verletzte Unbeteiligte gab es laut Angaben nicht.
Die Ermittlungen richten sich gegen gewalttätigen Landfriedensbruch, Angriffe auf Beamte und grobe Verstöße gegen die öffentliche Ordnung. Auch der Einsatz von Pyrotechnik und Feuerwerkskörpern wird auf mögliche Sicherheitsverstöße hin überprüft.
Das Spiel endete im Chaos, doch die Polizei behielt trotz Widerstand der Fans die Kontrolle. Nach der Räumung der Gleise konnte der Zugverkehr wiederaufgenommen werden; weitere Vorfälle in der Umgebung wurden nicht gemeldet. Die Untersuchungen zu den Ausschreitungen und den Sicherheitsmängeln laufen noch.






