CDU-Pläne für Deutschlandticket im Bürgergeld lösen heftige Kritik aus
Ein Vorschlag der CDU, die Barzahlungen für Mobilitätsleistungen im Bürgergeld durch das Deutschlandticket zu ersetzen, stößt auf massive Kritik. Sowohl Wohlfahrtsverbände als auch die SPD üben scharfe Kritik an dem Plan und verweisen auf mögliche Nachteile für Bedürftige.
Bisher erhalten Bürgergeldempfänger einen mobilitätsbezogenen Zuschlag in bar. Die CDU möchte dies durch das Deutschlandticket als Sachleistung ersetzen.
Joachim Rock, Hauptgeschäftsführer des Paritätischen Gesamtverbands, argumentiert, dass der Vorschlag die Bedürfnisse von Menschen in ländlichen Regionen ignoriert. Zudem seien bereits bestehende ermäßigte Sozialtickets nicht berücksichtigt worden.
Michaela Engelmeier, Vorsitzende des Sozialverbands Deutschland, warnt, dass die Umstellung auf das Deutschlandticket die finanzielle Flexibilität der Empfänger einschränken würde. Dies könnte die soziale Ungleichheit weiter verschärfen, so Engelmeier.
Auch die SPD äußert Bedenken. Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dagmar Schmidt betont, dass den Beziehern die Freiheit bleiben müsse, selbst über die Verwendung ihrer Mobilitätsleistungen zu entscheiden. Die Partei kritisiert zudem, dass der Vorschlag bereits zu niedrige Leistungen weiter kürzen und zu wenig darauf abzielen könnte, Menschen zurück in Arbeit zu bringen.
Der Plan bleibt umstritten. Sollte er umgesetzt werden, würde die Barunterstützung durch ein festes Ticket ersetzt – auf Kosten der Flexibilität für die Betroffenen. Kritiker befürchten, dass dies vor allem jene belasten würde, die ohnehin schon mit finanziellen Schwierigkeiten kämpfen.
