03 April 2026, 10:25

Bundeswehr startet neues Wehrpflichtmodell für mehr Soldaten bis 2035

Schwarzes und weißes Bild einer Gruppe von Männern in militärischer Kleidung, einschließlich Mützen und Gewehren, die in einem Feld mit Bäumen und einem klaren Himmel im Hintergrund stehen, wahrscheinlich während eines Trainings für die deutsche Truppe.

Bundeswehr startet neues Wehrpflichtmodell für mehr Soldaten bis 2035

Bundeswehr führt neues Wehrpflichtmodell ein – Teil der Truppenerweiterung

Die deutsche Bundeswehr setzt ein neues Wehrpflichtmodell um, um ihre Streitkräfte langfristig auszubauen. Am Montag besuchte Verteidigungsminister Boris Pistorius die Lützow-Kaserne in Münster, um das überarbeitete Grundausbildungsprogramm zu begutachten. Die Reformen sind Teil der Pläne, die Zahl der aktiven Soldaten und Reservisten bis 2035 deutlich zu erhöhen.

Die aktualisierte Grundausbildung startete am 1. Juli 2025. Fast 200 Freiwillige durchlaufen derzeit ein sechsmonatiges Programm. Anders als in früheren Modellen erhalten alle Rekruten nun eine einheitliche, standardisierte Ausbildung, bevor sie sich spezialisieren. Zudem entfallen Verlegungen zwischen Standorten – die Soldaten absolvieren die gesamte Grundausbildungsphase an einem Ort.

Während seines Besuchs traf Pistorius auf Angehörige des Heimatschutzregiments sowie auf Rekruten des neuen Programms. Laut Rekrutierungsdaten von Anfang 2026 stammen rund 80 der derzeit 200 Auszubildenden in der Lützow-Kaserne aus dem Münsterland oder der Region Westfalen.

Auch der Verteidigungsausschuss des Bundestags befasste sich am Montag mit den Neuerungen. Der Vorsitzende Thomas Röwekamp (CDU) setzt sich für eine allgemeine Wehrtauglichkeitsprüfung ein. Ab kommendem Jahr sollen alle 18-Jährigen einen Online-Fragebogen erhalten, um ihr Interesse am Wehrdienst zu ermitteln.

Ziel der Bundeswehr ist es, die Zahl der aktiven Soldaten bis 2035 auf mindestens 260.000 zu steigern und die Reserve auf 200.000 zu verdoppeln.

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Das neue sechsmonatige Ausbildungsprogramm markiert einen Wandel in der Vorbereitung deutscher Soldaten. Mit standardisierter Ausbildung und regionaler Rekrutierung strukturiert die Bundeswehr ihre Wehrpflicht neu. Die Änderungen sollen den Aufbau einer größeren und schlagkräftigeren Armee bis Mitte der 2030er-Jahre unterstützen.

Quelle