05 June 2026, 13:04

Bundesrat fordert schärfere Tierschutzregeln für Lebendtierexporte in Drittländer

Tierwohl im Tiertransport: Bundesrat setzt Berlin unter Druck

Bundesrat fordert schärfere Tierschutzregeln für Lebendtierexporte in Drittländer

Bundesrat pocht auf strengere Tierschutzregeln bei Exporten in Drittländer

Der deutsche Bundesrat hat eine klare Position zum Tierschutz bei Lebendtierexporten in Staaten außerhalb der EU bezogen. Am 26. September 2025 verabschiedete er einen Beschluss, der rechtlich verbindliche Verschärfungen für den Transport von Nutztieren in Drittländer fordert. Der Vorstoß folgt auf wiederkehrende Vorwürfe wegen Verstößen gegen Tierschutzbestimmungen während solcher Transporte.

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In dem Beschluss wird auf anhaltende Probleme beim Tierschutz bei Exporten in bestimmte Drittstaaten hingewiesen. Den Behörden fehlen derzeit die Befugnisse, um Verstöße während des Transports zu unterbinden – die Tiere bleiben damit schutzlos. Um dies zu ändern, besteht der Bundesrat auf klarere, EU-weite Vorgaben, bevor solche Transporte überhaupt genehmigt werden.

Künftig sollen Exporte nur noch erlaubt sein, wenn das Zielland die Standards des Terrestrischen Tierschutzkodex der Weltorganisation für Tiergesundheit (WOAH) vollständig einhält. Zudem fordert der Bundesrat, dass künftige tierärztliche Gesundheitszeugnisse explizite Tierschutzauflagen enthalten. Darüber hinaus soll die EU-Kommission die Kompetenz erhalten, bei Verstößen gegen Tierschutzvorgaben Exporte zu untersuchen und zu stoppen.

Kritik übt der Bundesrat auch an der EU-Entscheidung von 2023, bilaterale tierärztliche Bescheinigungen für den Export von Zuchttieren zurückzuziehen. Diese Maßnahme schwäche die Kontrollen, ohne den Tieren besseren Schutz zu bieten, heißt es in dem Beschluss.

Mit dem Vorstoß drängt der Bundesrat auf wirksamere Schutzmechanismen bei Lebendtierexporten. Werden die Forderungen umgesetzt, müssten Zielländer vor einer Genehmigung internationale Tierschutzstandards erfüllen. Zudem erhielte die EU-Kommission neue Befugnisse, um Exporte bei Verstößen zu stoppen.

Quelle