Bremer Buchhandlung provoziert mit Riesenporträt von Kulturminister Weimer
Aldo RömerBremer Buchhandlung provoziert mit Riesenporträt von Kulturminister Weimer
Buchhandlung „Golden Shop“ in Bremen enthüllt provokante neue Fassade mit Riesenporträt von Kulturminister Wolfram Weimer
Die Bremer Buchhandlung „Golden Shop“ hat eine auffällige neue Fassade präsentiert, die ein riesiges Porträt von Kulturminister Wolfram Weimer ziert. Die Neugestaltung stammt vom Künstler Sönke Lühring und zeigt handschriftliche Zitate des Ministers. Der Schritt erfolgt nach dem Ausschluss des Ladens vom Deutschen Buchhandlungspreis in diesem Jahr.
Am Samstagnachmittag hüllte die Buchhandlung ihre Fassade in ein Stoffbanner mit Weimers Konterfei sowie Werken wie Kopfpilz, Sehnsucht nach Gott und Das konservative Manifest. Inhaberin Ausma Zvidrina teilte auf Instagram Fotos mit einem scherzhaften Kommentar an Weimer, in dem sie fragte, ob ihm das neue Design gefalle – und ihn aufforderte, die gestrichenen 15.000 Euro Preisgeld wiederherzustellen.
Die Gestaltung unterstreicht zudem den umstrittenen Ruf des Ladens: Ein ausgehängtes Zertifikat erklärt den „Golden Shop“ zur „besten Buchhandlung unter Beobachtung des Verfassungsschutzes“. Zudem verkauft der Laden nun Tassen mit dem Spruch „Golden Shop: Empfohlen vom Verfassungsschutz“. Trotz der prominenten Hommage betont Zvidrina, dass die Buchhandlung Weimers Bücher nicht ins Sortiment aufnehmen werde.
Der Ausschluss vom Buchhandlungspreis stand im Zusammenhang mit der provokanten Selbstdarstellung des Ladens. Mit der neuen Fassade und den Merchandise-Artikeln setzt die Buchhandlung ihren rebellischen Kurs fort. Bisher gab es weder von Weimer noch von der Preisjury eine offizielle Reaktion auf die Aktion.






