Bottrop rüstet sich mit 24 Notfall-Informationspunkten für Blackouts und Krisen
Walburga HornigBottrop rüstet sich mit 24 Notfall-Informationspunkten für Blackouts und Krisen
Bottrop richtet 24 Notfall-Informationspunkte (NIP) ein, um auf stadtweite Strom- und Versorgungsausfälle zu reagieren. An diesen Standorten erhalten Bürger in Krisensituationen wichtige Unterstützung, Kommunikation und Handlungsanweisungen. Bereits rund 160 kommunale Mitarbeiter haben sich freiwillig gemeldet, um die Einrichtungen zu besetzen.
Die NIP sind über das gesamte Stadtgebiet verteilt – unter anderem an Feuerwachen, Krankenhäusern, Polizeistationen und öffentlichen Gebäuden wie Schulen. Jeder Standort ist deutlich mit einem roten Schild und Strandfahnen mit der Aufschrift „Notfall-Informationspunkt“ gekennzeichnet. Der Personaleinsatz erfolgt durch die Freiwillige Feuerwehr, Hilfsorganisationen und kommunale Kräfte; pro Standort sind mindestens drei Personen im Dienst.
Im Ernstfall nehmen die NIP vor Ort Notrufmeldungen entgegen und leiten diese per Funk an die Leitstelle weiter. Zudem geben sie der Bevölkerung lebenswichtige Informationen und Verhaltenshinweise. Allerdings dienen sie nicht als Unterkünfte oder Versorgungsdepots – die Bürger werden aufgefordert, sich eigenständig auf Notfälle vorzubereiten.
Ein Großübung zur Überprüfung der Einsatzbereitschaft ist für den 20. September geplant. Dabei werden alle 24 Standorte voll funktionsfähig und besetzt sein. Die rechtliche Grundlage für die Einrichtung der NIP regelt § 28 des Gesetzes über den Brandschutz, die Hilfeleistung und den Katastrophenschutz (BHKG).
Die neuen Notfall-Informationspunkte sollen die Krisenreaktionsfähigkeit Bottrops stärken. Die anstehende Übung wird ihre Funktionsweise unter realen Bedingungen testen. Bürger können sich dort in Notlagen informieren, müssen jedoch Eigenvorsorge für Ausfälle treffen.






