12 June 2026, 14:20

Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall in Warendorf

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Bottrop prüft alle Kreuzungen nach tödlichem Unfall in Warendorf

Die Stadt Bottrop hat eine umfassende Überprüfung aller Kreuzungen eingeleitet, um sicherzustellen, dass die Sichtverhältnisse an allen Einmündungen einwandfrei sind. Anlass ist ein tödlicher Unfall in Warendorf, bei dem städtische Mitarbeiter wegen fahrlässiger Tötung angeklagt wurden, nachdem mangelnde Sichtverhältnisse an einer Kreuzung zu dem Unglück beigetragen hatten.

Jede Kreuzung in Bottrop wird nun darauf hin geprüft, ob sie die Vorgaben für Sichtdreiecke erfüllt. Diese müssen den deutschen Richtlinien für den Straßenbau, bekannt als RaSt 06, entsprechen. Die Größe der Sichtdreiecke richtet sich nach der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Hauptstraße: 30 Meter bei Tempo 30, 50 Meter bei Tempo 40 und 70 Meter bei Tempo 50.

Besonderes Augenmerk liegt auf Kreuzungen mit hohem Verkehrsaufkommen oder einer Unfallhäufigkeit in der Vergangenheit. Das Tiefbauamt vermisst jede Örtlichkeit und meldet etwaige Mängel an die Straßenverkehrsbehörde. Werden Probleme festgestellt, muss die Stadt handeln – mögliche Maßnahmen reichen von baulichen Veränderungen über Poller und umgestaltete Grünflächen bis hin zu Halteverbotszonen.

Die Arbeiten haben bereits an der Scharnhölzstraße begonnen. Als Nächstes werden Horster Straße und Aegidistraße im Rahmen der laufenden Sicherheitsverbesserungen ausgeschrieben.

Ziel der Überprüfung ist es, Unfälle zu verhindern, indem alle Kreuzungen den Sichtstandards entsprechen. Wo Defizite festgestellt werden, setzt die Stadt die notwendigen Änderungen um. Die Maßnahmen folgen rechtlichen und sicherheitstechnischen Verpflichtungen zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer.

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