BOB Campus in Köln: Wie aus einer Fabrikbrache ein lebendiges Stadtviertel entstand
Walburga HornigBOB Campus in Köln: Wie aus einer Fabrikbrache ein lebendiges Stadtviertel entstand
Aus einer ehemaligen Textilfabrik-Brache in Köln ist der BOB Campus entstanden – ein lebendiges urbanes Zentrum. Das Projekt vereint Wohnraum, Bildungseinrichtungen, Arbeitsflächen und Grünanlagen in einem generationen- und kulturübergreifenden Raum, der die Gemeinschaft verbinden und das Viertel beleben soll.
Das Gelände, auf dem einst eine heruntergekommene Fabrik aus den 1970er-Jahren mit schlechter Beleuchtung und bröckelnden Bauten stand, umfasst heute 25 neu gebaute oder sanierte Gebäude. Die Architekten von raumwerk.architekten Hübert und Klußmann entwarfen den Campus so, dass er einen Höhenunterschied von 20 Metern auf dem Areal ausgleicht. Ihr Konzept kombiniert Bildungsstätten, betreutes Wohnen, Büros und einen großen Nachbarschaftspark.
Anwohner:innen und lokale Initiativen spielten eine zentrale Rolle bei der Gestaltung des Projekts. Ihre Mitwirkung förderte gesellschaftliche Teilhabe, Vielfalt und ein Gefühl gemeinsamer Verantwortung. Die Jury lobte den Campus besonders für seine starke Vernetzung mit dem umliegenden Stadtteil – trotz der schwierigen Ausgangsbedingungen.
Betrieben wird der BOB Campus von der Urbane Nachbarschaft BOB gGmbH, einem Projekt der Montag Stiftung Urbane Räume. Als offener, einladender Ort soll er mit seiner vielfältigen Nutzung und inklusiven Gestaltung zum Vorbild für zukünftige Stadtentwicklungen werden.
Aus einem vernachlässigten Industrieareal ist so ein lebendiger Begegnungsort geworden. Mit seiner Mischung aus Wohnen, Bildung und Grünflächen bietet der BOB Campus ein neues Modell für urbanes Leben. Sein Erfolg liegt darin, Menschen zu verbinden, das Viertel zu beleben und einen Ort für alle zu schaffen.






