15 May 2026, 22:26

Bergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände freilegen – und hofft auf Millionenförderung

Ein Fluss durchquert eine städtische Gegend mit hohen Gebäuden, gesäumt von grünem Gras, Bäumen und Straßenlaternen, mit einer Brücke, die das Wasser überspannt, und Hügeln in der Ferne unter einem klaren blauen Himmel.

Bergisch Gladbach will Strunde auf Zanders-Gelände freilegen – und hofft auf Millionenförderung

Bergisch Gladbach treibt Pläne zur Renaturierung der Strunde auf dem alten Zanders-Gelände voran

Die Stadt Bergisch Gladbach setzt ihre Bemühungen fort, den Strunde-Fluss auf dem ehemaligen Industrieareal von Zanders wieder an die Oberfläche zu holen. Der Stadtrat hat nun einen Antrag auf Bundesförderung gebilligt, um das verrohrte Gewässer freizulegen. Sollte das Vorhaben gelingen, könnte es das Landschaftsbild und die Attraktivität des Gebiets nachhaltig verändern.

Erst kürzlich beschloss der Stadtrat, sich dem Bundesprogramm „Anpassung urbaner und ländlicher Räume an den Klimawandel“ anzuschließen. Damit kann Bergisch Gladbach nun Fördergelder für die Renaturierung der Strunde beantragen. Bis zu 80 Prozent der geschätzten Kosten in Höhe von 6,75 Millionen Euro – rund 5,4 Millionen – könnten aus dem Bundeshaushalt fließen, der Rest würde aus städtischen Rücklagen gedeckt.

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Lokale Politiker unterstützen den Vorstoß nachdrücklich. Theresia Meinhardt, Vorsitzende der Grünen-Fraktion, ist überzeugt, dass der wiederhergestellte Fluss dem Zanders-Gelände eine neue Identität verleihen wird. Er werde das Areal für Anwohner und Besucher gleichermaßen attraktiver machen, so Meinhardt.

Auch die SPD drängt auf schnelle Schritte. Fraktionschef Klaus W. Waldschmidt rief die Bergisch Gladbacher Bundestagsabgeordnete Caroline Bosbach auf, sich in Berlin für das Projekt einzusetzen. Der stadtentwicklungspolitische Sprecher Andreas Ebert ergänzte, die Sicherung der Bundesmittel wäre ein „wichtiger Meilenstein“.

Die nächste Entscheidung liegt nun beim Haushaltsausschuss des Bundestags. Eine Vorabauswahl der geförderten Projekte soll Ende 2026 getroffen werden. Bis dahin bleibt der Stadt nichts anderes übrig, als abzuwarten, ob ihre Pläne Realität werden.

Das Schicksal des Vorhabens hängt nun von den Bundesabgeordneten ab. Bei einer Bewilligung könnten die Bauarbeiten in den kommenden Jahren beginnen und das Zanders-Gelände grundlegend umgestalten. Die Stadt hat ihren finanziellen Anteil bereits zurückgelegt – die finale Entscheidung liegt beim Bundestag.

Quelle