13 June 2026, 20:22

Bergisch Gladbach will Gewerbeflächen mit Vorkaufsrecht sichern

Stadt Bergisch Gladbach sichert Zugang zum Isover-Gelände

Bergisch Gladbach will Gewerbeflächen mit Vorkaufsrecht sichern

Die Stadtverwaltung von Bergisch Gladbach hat eine neue Verordnung vorgeschlagen, um Gewerbeflächen im Herzen der Stadt langfristig zu sichern. Der Plan sieht vor, ein Vorkaufsrecht für ein 18,8 Hektar großes Gebiet innerhalb des Westlichen Industriegebiets einzuführen. Bürgermeister Marcel Kreutz betonte die Bedeutung des Erhalts von Gewerbeflächen für die wirtschaftliche Zukunft der Stadt.

Die geplante Verordnung zielt auf einen zentralen Abschnitt des Westlichen Industriegebiets zwischen der Innenstadt und Gronau ab. Betroffen sind das Gelände von Saint-Gobain Isover sowie Flächen in der Nähe der Britannia Hütte und der Hermann-Löns-Straße. Das 11 Hektar große Isover-Areal – etwa halb so groß wie das Zanders-Gelände – liegt zentral in Bergisch Gladbach.

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Teile des Isover-Standorts liegen derzeit brach oder werden nur unzureichend genutzt, was die Notwendigkeit einer langfristigen Entwicklungsplanung unterstreicht. Saint-Gobain hat zwar keine unmittelbaren Pläne, das Gelände zu verkaufen, investiert aber weiterhin in den Standort. In den letzten Jahren hat das Unternehmen die Belegschaft dort jedoch deutlich von 220 auf nur noch 60 Mitarbeiter reduziert.

Dem Stadtrat wird nun empfohlen, die Vorkaufsrechtsverordnung zu verabschieden. Mit diesem Schritt soll der begrenzte Gewerberaum im Stadtzentrum geschützt und die Schaffung von Arbeitsplätzen gefördert werden. Durch die Sicherung der Flächen hofft die Verwaltung, die wirtschaftliche Stabilität Bergisch Gladbachs langfristig zu gewährleisten.

Bei Annahme der Verordnung erhält die Stadt ein Vorkaufsrecht für wichtige Industriegebiete. Dies würde Bergisch Gladbach ermöglichen, die Entwicklung aktiv mitzugestalten und die Kontrolle über wertvolle Gewerbeflächen zu behalten. Der Vorschlag zielt sowohl auf die aktuelle Unterauslastung als auch auf die langfristigen wirtschaftlichen Bedürfnisse der Stadt ab.

Quelle