Bergisch Gladbach erweitert Stellvertreter-Bürgermeisterteam auf vier Mitglieder
Walburga HornigBergisch Gladbach erweitert Stellvertreter-Bürgermeisterteam auf vier Mitglieder
Bergisch Gladbach stockt Stellvertreter-Bürgermeisterteam von drei auf vier auf
Die Entscheidung fiel nach einem gemeinsamen Vorschlag von CDU, SPD und Grünen. Zwar belastet die Aufstockung den städtischen Haushalt, doch versichern Verantwortliche, die Mehrkosten durch Einsparungen an anderer Stelle auszugleichen.
Der Stadtrat billigte die Änderung in seiner ersten Sitzung nach der Wahl 2025. Nach dem neuen Modell wurde die Verteilung der vier Stellvertreter-Posten gemäß dem d'Hondt-Verfahren auf die Parteien vorgenommen. Die Grünen sicherten sich im Gegenzug für ihre Zustimmung zur Erweiterung eine der Positionen.
Jeder Stellvertreter-Bürgermeister erhält monatlich eine Aufwandsentschädigung von 395,40 Euro sowie Sitzungsgelder. Ab dem zweiten Stellvertreter kommt ein Zuschlag von 150 Prozent auf den vollen Pauschalbetrag von 509,80 Euro hinzu, sodass sich deren monatliche Gesamtvergütung auf 764,70 Euro beläuft. Die jährlichen Kosten für den vierten Stellvertreter allein betragen 9.176,40 Euro.
Die neuen Amtsinhaber übernehmen offizielle Aufgaben wie die Vertretung der Stadt bei Veranstaltungen und die Trauung von Paaren als Standesbeamte. Kritiker hinterfragen den Zeitpunkt der Entscheidung angesichts der angespannten Haushaltslage. Allerdings sieht der freiwillige Konsolidierungshaushalt vor, dass zusätzliche Ausgaben durch Kürzungen in anderen Bereichen gedeckt werden müssen.
Bisher verfügte Bergisch Gladbach nur über einen Ehrenbeigeordneten. Langfristige Vergleichsdaten zu ähnlichen Entwicklungen in anderen nordrhein-westfälischen Städten liegen nicht vor.
Die Ernennung eines vierten Stellvertreter-Bürgermeisters erhöht die jährlichen Ausgaben der Stadt um knapp 9.200 Euro. Zu den Aufgaben gehören repräsentative und administrative Pflichten, während die Verwaltung daran arbeitet, die Kosten zu kompensieren. Die Maßnahme spiegelt einen Kompromiss zwischen CDU, SPD und Grünen wider, um die politische Repräsentation breiter aufzustellen.






