19 June 2026, 00:24

Bayreuther Festspiele entschuldigen sich nach Antisemitismus-Vorwürfen durch Michel Friedman

Wer schreit am lautesten 'Antisemitismus'?

Bayreuther Festspiele entschuldigen sich nach Antisemitismus-Vorwürfen durch Michel Friedman

Die Bayreuther Festspiele stehen wegen ihres Umgangs mit historischem Antisemitismus in der Kritik. Michel Friedman warf dem Festival vor, sich einer Aufarbeitung seiner Vergangenheit zu entziehen. Mittlerweile hat das Festival sich entschuldigt und bestätigt, dass die geplante Veranstaltung wie vorgesehen stattfinden wird.

Schon lange setzt sich das Festival mit seinen Verbindungen zum Nationalsozialismus auseinander. Im Festspielpark erinnern Gedenkstelen an diese Zeit, und in Symposien wurde die Geschichte aufgearbeitet. Auf der Bühne haben Inszenierungen wie Katharina Wagners Die Meistersinger oder Barrie Koskys Fassung Wagners Antisemitismus direkt thematisiert.

Auch jüdische Dirigenten wie Daniel Barenboim und Kirill Petrenko haben die künstlerische Ausrichtung des Festivals geprägt. Christian Thielemann erklärte, Gespräche über eine Veranstaltung mit Friedman hätten bereits vor über einem Jahr stattgefunden, ohne dass es zu einer Einigung gekommen sei. Katharina Wagner nannte später Sicherheitsbedenken als Grund für die Absage.

Trotz Friedmans Vorwürfen hat das Festival Maßstäbe bei der Einordnung von Kunst und ihrer problematischen Geschichte gesetzt. Dass er nicht in die historische Aufarbeitung eingebunden war, könnte auf mangelnde Kenntnis der bisherigen Bemühungen zurückzuführen sein.

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Mittlerweile hat sich das Festival bei Friedman entschuldigt. Die geplante Veranstaltung wird stattfinden. Die Auseinandersetzung mit Antisemitismus bleibt ein zentraler Bestandteil der modernen Identität des Festivals.

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