20 March 2026, 18:23

Baden-Württemberg nach der Wahl: Grüne und CDU ringen um Macht und Millionen für Jugendzentren

Außenansicht des Cincinnati Electrical Repair Co. Gebäudes mit einem Schild, einem Metallzaun, einem Müllcontainer, Pfählen, Drähten, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Baden-Württemberg nach der Wahl: Grüne und CDU ringen um Macht und Millionen für Jugendzentren

Baden-Württembergs politische Landschaft hat sich seit der Landtagswahl im März 2026 verändert. Die Grünen und die CDU gelten nun als einzige realistische Koalitionspartner, doch die Verhandlungen über Ressortzuschneidungen und Führungspositionen gestalten sich angespannt. Unterdessen haben Haushaltsdebatten im Stadtrat Streit über Finanzierungsprioritäten entfacht – insbesondere bei Jugendzentren und der Sanierung von Bürgerhäusern.

Die CDU drängte auf massive Kürzungen im Haushaltsentwurf von Oberbürgermeister Marcel Kreutz und war dabei auf die Unterstützung von SPD und Grünen angewiesen, um eine Mehrheit zu sichern. Ihr bürgerliches Bündnis geriet unter Druck, als der Jugendhilfe- und der Haushaltsausschuss über dringende Modernisierungen im Jugendzentrum Q1 am Quirlsberg berieten. Brandschutz- und Elektroarbeiten wurden zwar mehrheitlich bewilligt, doch Sorgen über die langfristige Planung blieben bestehen.

Alexandra Meuthen, Leiterin des städtischen Liegenschaftsamts, warnte, dass die Elektroinstallation im Bürgerhaus Bergischer Löwe in einem kritischen Zustand sei. Die Verwaltung beantragte 2,5 Millionen Euro, um Hochwasserrisiken abzuwenden – eine Notmaßnahme vor einer vollständigen Sanierung. SPD-Fraktionschef Klaus Waldschmidt hinterfragte die Logik von Teillösungen und plädierte stattdessen für ein Gesamtkonzept.

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Die Pläne für einen neuen Jugendtreff in der Oberen Mainstraße kamen voran: Eine 250 Quadratmeter große Fläche soll künftig von Pfadfindergruppen und dem Kita-Museum gemeinsam genutzt werden. Die genauen Nutzungsbedingungen werden mit den zukünftigen Mietern ausgehandelt. Ungewiss bleibt hingegen der Umzug des Q1-Jugendzentrums in die Alte Zentralwerkstatt – der Zanders-Industriekomplex gilt weiterhin als bevorzugte Option, sofern keine unerwarteten Hindernisse auftauchen.

Der Haushaltsausschuss vertagte Entscheidungen über den Jahreshaushalt und Personalplanungen auf die nächste Sitzung des gesamten Stadtrats am kommenden Dienstag. Zuvor hatten CDU, Grüne und SPD einstimmig beschlossen, auf eine separate Abstimmung im Haushaltsausschuss zu verzichten, um das Verfahren zu beschleunigen.

Die Stadt steht nun unter Zeitdruck, um Haushaltsstreitigkeiten und Infrastrukturvorhaben zu klären. Die Elektrosanierung im Bergischen Löwen wird vorerst als Übergangslösung umgesetzt, während die Zukunft des Q1-Jugendzentrums von weiteren Prüfungen abhängt. Die Koalitionsgespräche auf Landesebene verschärfen die Lage zusätzlich: Grüne und CDU ringen weiterhin um die Bedingungen ihrer fortgesetzten Zusammenarbeit.

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