ARD startet Spielnetzwerk: Wie der Sender junge Zielgruppen mit Gaming gewinnt
Edmund HeckerARD startet Spielnetzwerk: Wie der Sender junge Zielgruppen mit Gaming gewinnt
Die ARD hat das ARD-Spielnetzwerk ins Leben gerufen, um ihre Reichweite auszubauen und neue Zielgruppen zu erschließen. Mit der Initiative will der öffentlich-rechtliche Rundfunksender digitale Spiele als zukunftsweisendes Feld erkunden. Der Start folgt auf die Präsentation eines Spiels für die Plattform Roblox während der Gamescom.
Fast 50 Millionen Menschen in Deutschland spielen regelmäßig digitale Spiele. Angesichts dieses Trends will die ARD ihre Gaming-Aktivitäten nun bündeln, um vor allem jüngere Zuschauerinnen und Zuschauer zu erreichen. Das Netzwerk wird in vier zentralen Bereichen agieren: Strategie, Community, Kultur und Wachstum.
SWR-Intendant Kai Gniffke betont das Potenzial digitaler Spiele für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Zudem kündigte die ARD an, künftig mehr eigene Computerspiele entwickeln zu wollen. Kritiker hingegen hinterfragen, ob die Erstellung eigener Spiele mit dem gesetzlichen Auftrag der öffentlich-rechtlichen Sender vereinbar ist.
Das ARD-Spielnetzwerk will innerhalb des rechtlichen und medienpolitischen Rahmens neue Perspektiven eröffnen. Es zielt darauf ab, neue Zielgruppen zu gewinnen und gleichzeitig die Bindung zu bestehenden zu stärken. Der Schritt markiert eine strategische Neuausrichtung des Senders hin zu digitaler Interaktion.






