1.000 Menschen protestieren in Köln gegen Rassismus – trotz sinkender Teilnehmerzahlen
Walburga Hornig1.000 Menschen protestieren in Köln gegen Rassismus – trotz sinkender Teilnehmerzahlen
Über tausend Menschen gingen am Samstag in Köln auf die Straße, um gegen Rassismus zu protestieren. Die Demonstration wurde vom Bündnis "Köln stellt sich quer" organisiert – die Teilnehmer versammelten sich zum Internationalen Tag zur Beseitigung der Rassendiskriminierung. In den Vorjahren waren deutlich größere Menschenmengen zusammengekommen, doch trotz gedämpfter Erwartungen blieb die Beteiligung in diesem Jahr stabil.
Der Marsch startete am Sudermannplatz, wo die Demonstranten bunte Fahnen und Transparente mit antirassistischen Botschaften trugen. Von dort aus zog die Menge entlang des Hohenzollernrings in Richtung Rudolfplatz, skandierte Parolen und hielt Schilder gegen Diskriminierung hoch. Die Polizei hatte zunächst mit bis zu 10.000 Teilnehmern gerechnet, doch am Ende zählte sie etwas über 1.000.
Auf der Kundgebung nahe dem Rudolfplatz zog ein satirischer Wagen des Künstlers Jacques Tilly die Blicke auf sich. Das Werk richtete sich gegen die rechtspopulistische AfD und verlieh der Veranstaltung eine politische Schärfe. In den vergangenen fünf Jahren hatten ähnliche Proteste in Köln – wie die "Rhöndorf steht auf"-Demo 2021 (10.000 Teilnehmer) oder der Black-Lives-Matter-Marsch 2022 (12.000) – deutlich höhere Teilnehmerzahlen verzeichnet. Gruppen wie "Rhöndorf steht auf", "Black Lives Matter Rheinland" und Gewerkschaften wie ver.di hatten in den Vorjahren als zentrale Organisatoren gewirkt.
Die diesjährige Demonstration, wenn auch kleiner, vereinte dennoch ein breites Spektrum an Aktivisten, lokalen Initiativen und besorgten Bürgern. Im Mittelpunkt standen Solidarität und der Widerstand gegen Rassismus in all seinen Formen.
Die Proteste endeten friedlich, wobei Organisatoren und Teilnehmer ihre Entschlossenheit im Kampf gegen Diskriminierung bekräftigten. Zwar war die Beteiligung geringer als in den Vorjahren, doch die Veranstaltung behielt ihre Bedeutung als sichtbares Zeichen gegen Rassismus in Köln. Das Bündnis hinter dem Marsch hat bereits weitere Aktionen angekündigt.






